Tödliche Unfälle
Wie gefährlich sind Lastwagen für Fussgänger und Velofahrer?

Nach den tödlichen Unfällen in Brugg und Suhr kommt die Frage nach der Verkehrssicherheit von LKWs auf. Der grosse tote Winkel der Fahrzeuge führt dazu, dass man als Fussgänger leicht übersehen wird. Ein LKW-Fahrlehrer zeigt die Tücken auf.

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Innerhalb nur weniger Wochen sind im Aargau zwei Menschen von einem Lastwagen erfasst und getötet worden.

Die beiden tragischen Unfälle in Suhr und Brugg erschüttern nicht nur, man stellt sich auch unweigerlich die Frage, wie es dazu kommen konnte.

LKW-Fahrlehrer Peter Kupferschmied zeigt in seinen Kursen den Fahrschülern die Gefahren auf, mit denen sie später im Berufsalltag konfrontiert werden. Gegenüber TeleM1 betont er immer wieder, wie wichtig es sei, als Chauffeur stets extrem aufmerksam zu sein und alles im Blick zu haben.

Senior mit Rollator von Lastwagen in Brugg überrollt und getötet
3 Bilder
Der Unfall hat sich bei der Baustelle an der Fröhlichstrasse in Brugg ereignet.
Das 81-jährige Unfallopfer verstarb noch an der Unfallstelle.

Senior mit Rollator von Lastwagen in Brugg überrollt und getötet

Kapo AG

Dies gestaltet sich aber nicht immer einfach, denn: Der grosse tote Winkel schränkt die Sicht extrem ein. Was – oder wer – sich unmittelbar vor dem LKW-Cockpit befindet, kann manchmal schlichtweg nicht gesehen werden.

Es gäbe zwar einen Winkelspiegel, den der Fahrer zur Hilfe benutzen könne, man müsse aber immer drei bis vier Sekunden lang genau reinschauen, gibt Kupferschmied zu bedenken. Zudem wird ein Velo oder Fussgänger im Spiegel nur als Schatten wahrgenommen.

Auch eine Rückfahrkamera könnte die Situation verbessern. Diese ist aber nicht obligatorisch. Schlussendlich gilt: Auch jede technische Fertigkeit ersetzt das «luege und lose» nicht, so Kupferschmied. Er appelliert ausserdem an die Fussgänger und Velofahrer, die sich ihrerseits vorsichtig und aufmerksam im Verkehr bewegen sollten.

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