NAB-Award 2014
Wer wird Aargauer des Jahres? Eine Frau punktet bei der Konkurrenz

Das Rennen um die drei Finalplätze des diesjährigen NAB-Awards ist noch offen. Die Kandidaten selbst haben jedoch eine Favoritin. Es ist dies Irma Koch, die Wirtin des Restaurants Chäber. Bei ihr bekommen Randständige kostenlos etwas zu essen.

Peter Brühwiler
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NAB-Award: Wer kommt unter die ersten drei?

NAB-Award: Wer kommt unter die ersten drei?

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Die Wahl zum Aargauer des Jahres geht in die heisse Phase: Am kommenden Montag endet die Vorausscheidung und am 22. November wird aus den drei Bestplatzierten der Sieger erkoren (siehe Kasten).

Bevor sich das Kandidatenfeld lichtet, wollten wir von den Nominierten wissen, wen sie eigentlich selbst wählen würden.

Finalisten gesucht

Noch bis zum 17. November läuft die Vorausscheidung für den diesjährigen NAB-Award. Abgestimmt werden kann auf www.nabaward.ch oder www.facebook.com/nabaward. Einer der drei Bestplatzierten wird am 22. November in der Umwelt-Arena in Spreitenbach mit den Stimmen des Saalpublikums und der Fernsehzuschauer schliesslich zum Aargauer oder der Aargauerin des Jahres gekürt. (az)

Keine einfache Frage, finden die beiden Zwillingsschwestern Julia und Stefanie Marty. Obwohl als Nati-Eishockeyanerinnen gewohnt, auf die Frau zu spielen, halten sie sich vornehm zurück. «Alle Nominierten hätten den Titel verdient», sagt Stefanie lediglich.

Mit dieser Meinung sind sie nicht alleine. Trotzdem macht eine Wirtin bei der Konkurrenz das Rennen: Irma Koch. Sie sei «der Inbegriff von Menschlichkeit», lobt Circus-Monti-Direktor Johannes Muntwyler.

Auch der für die Krebsliga schwimmende Jürg Ammann würde die 85-Jährige wählen — «weil sie über Jahre hinweg einen hervorragenden Job gemacht hat und immer noch macht».

Randständige bekommen in Kochs «Chäber» in Wohlen kostenlos etwas zu essen und ein offenes Ohr. Ihr Engagement sei «im Aargau für den Aargau», so Ammann. Die von der Neuen Aargauer Bank vergebene Auszeichnung passe deshalb besonders gut zu ihr.

Den Arzt David Leuenberger, der in Guinea gegen das Ebola-Virus kämpft, sieht Ammann hingegen eher als «Schweizer des Jahres».

Leuenberger ist auch bei Markus Ernst hoch im Kurs. Der Badmeister hat im Sommer ein Kind aus der Limmat gerettet. Den Arzt favorisiert er, weil ihn sein Engagement beeindruckt.

Jakob Büchli hätte noch einen weiteren Grund: Er ist Leuenbergers Schwiegervater. Büchlis Nummer 1 ist trotzdem Irma Koch. Sie inspiriere andere, im sozialen Bereich ohne staatliche Unterstützung aktiv zu werden. Dass dies nötiger denn je sei, zeige die Tatsache, dass seine eigene Firma «Shelter» seit der Nomination täglich Anfragen erhalte. «Shelter» beschäftigt und vermittelt Arbeitslose, Ausgesteuerte oder Asylsuchende mit Bewilligung.

«Arbeit zu haben, etwas Sinnvolles tun, kann man in seiner ganzen Bedeutung wohl erst erkennen, wenn man die Arbeit einmal verliert», sagt Brigitt Maag. Die «Karl’s kühne Gassenschau»-Macherin würde ihre Stimme deshalb Büchli geben. Denn dessen Arbeit und Werk gebe «vielen betroffenen Personen und deren Familien Halt, Zufriedenheit und Glück».

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