Welche Kammer des Bundesparlaments ist nach der Bevölkerungsstärke der Kantone zusammengesetzt? Wer erteilt die Baubewilligung, wenn man etwas bauen will? Und welche Tradition ist in der Schweiz mit der Fasnacht verbunden?

Wer einen Schweizer Pass will muss sich mit der Sprache aber auch mit der Staatskunde des Landes gut auskennen. Der Kanton Aargau hat deshalb im Internet einen Einbürgerungstest online gestellt, mit dem einbürgerungswillige Ausländer ihr Wissen über das Land, seine Gesetze und Gebräuche überprüfen können.

30 Fragen in 30 Minuten

Der Einbürgerungstest besteht aus einem staatsbürgerlichen Test und einem Sprachtest. Je 30 Minuten haben die Probanden Zeit, um je 30 Fragen aus einer grösseren Auswahl zu beantworten.

Der Einbürgerungstest ist ein Pilotprojekt, mit dem Zweck, die Einbürgerung im ganzen Kanton Aargau zu vereinheitlichen. Bis jetzt hat jeder Aargauer Gemeinde Einbürgerungswillige nämlich anders gestestet.

Nicht verbindlich

Entscheidend dafür, ob jemand den Schweizer Pass erhält oder nicht, ist aber nicht nur der Einbürgerungstest. Die Aargauer Gemeinden sind nach geltendem Recht auch nicht dazu verpflichtet, die zwei Tests durchzuführen, wie es auf er Homepage heisst.

«Es gibt eine Bewertungsskala. Wenn dort jemand sehr schwach abschliesst, muss der Gemeinderat beim Einbürgerungsgespräch überprüfen, wie gross die Kentnisse der einbürgerungswilligen Person effektiv sind», sagt Yvonne Keller, Projektleiterin Neues Einbügerungsrecht, gegenüber Tele M1.

Dass die Aufgaben nicht ganz einfach zu lösen sind, musste indes auch SVP-Grossrat Adrian Scholl gegenüber Tele M1 eingestehen: «Für einen Ausländer sind die Fragen sicher eher schwierig», sagt er. Scholl selbst konnte bei dem staatsbürgerlichen Test «nur» 27 der 30 Fragen richtig beantworten. (bau)