Rücktritt
«Wer alkoholisiert rumfährt, ist ungeeignet als Polizeikommandant»

Die Online-Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Nutzer halten den Rücktritt des Polizeikommandanten Stephan Reinhardt für richtig. Doch unter den Lesern gibt es auch Widerspruch.

Fabian Muster
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Für die Mehrheit der Online-Nutzer ist klar: Stephan Reinhardt musste gehen. Keystone

Für die Mehrheit der Online-Nutzer ist klar: Stephan Reinhardt musste gehen. Keystone

Der Rücktritt des Aargauer Polizeikommandanten Stephan Reinhardt wegen seiner drei Verkehrsdelikten polarisiert auch die Leser. Das zeigt das Zwischenergebnis der Online-Umfrage. Gemäss 40 Prozent der Nutzer hätte er bleiben sollen. Die Ausweisentzüge beträfen ihn nur als Privatmann. Eine Mehrheit ist allerdings der Meinung: Es sei richtig, dass er geht. 22 Prozent sind sogar dafür, dass er bereits früher hätte gehen müssen.

Auch die Leserkommentare fallen pro und contra Reinhardt aus. Die einen verharmlosen die drei Verkehrsdelikte: «Das verstehe, wer wolle - ein bisschen zu schnell, das kann jedem einmal passieren», schreibt ein Nutzer. Ein anderer regt sich über die Abzockermentalität durch Radarkontrollen auf. «Reinhardt ist nun selbst ein Opfer seiner Abzockermentalität am Volk.» Und ein dritter könnte einige Namen aufzählen, die in ihrer Teenager- und Studentenzeit Kaugummis geklaut und im Suff an eine Mauer gepinkelt hätten und «heute bei der Polizei sind».

Würde den Polizisten das Leben schwerer machen

Für weitere Nutzer hat Reinhardt richtig gehandelt: «Ein Rücktritt war längst überfällig.» Und ein anderer schreibt: «Wenn er nach diesem Vergehen weiter im Amt bleiben würde, würde er allen anderen Polizisten das Leben nur unnötig schwerer machen.» Wer alkoholisiert rumfahre und massiv zu schnell unterwegs sei, sei definitiv «ungeeignet als Polizeikommandant».

Ein Nutzer hofft nun, dass der neue Polizeikommandant mit dem verbesserten Auswahlverfahren «auch ein Mensch ist und nicht ein FBI-Roboter».