Aargauer Jugendparlament

Wer abstimmt, erhält ein Bier – Nein, das ist keine Schnapsidee

Am 2. Juni 2018 feiert die Veranstaltung «Beer and Vote» des Jugendparlaments Premiere.

Am 2. Juni 2018 feiert die Veranstaltung «Beer and Vote» des Jugendparlaments Premiere.

Das Aargauer Jugenparlament plant eine neue Veranstaltung namens «Beer and Vote». Dabei erhalten die Jugendlichen ein Bier, wenn sie ihre Stimmcouverts abgeben.

Im kommenden Jahr möchte das Aargauer Jugendparlament mehr Events veranstalten. Wie es am Montag in einer Mitteilung schreibt, hat es im Jahr 2017 dank diverser Spenden und Sponsorings einen Überschuss erwirtschaftet. Dadurch bietet sich das nötige finanzielle Polster für Veranstaltungen.

Eine Neuheit wird der Anlass «Beer and Vote» sein. Dabei erhalten Jugendliche, die bei den eidgenössischen Abstimmungen ihren Stimmzettel abgeben, ein Bier und ein Essen. Am 2. Juni 2018 feiert der Event Premiere. 

«So wollen wir die Jugendlichen zum Abstimmen motivieren.», erklärt Laura Rufer in einem SRF-Radio-Interview. Sie ist die neue Co-Präsidentin des Aargauer Jugendparlaments.

Motivation zum Trinken?

Lilian Studer, Geschäftsführerin des Blaues Kreuz und Fraktionspräsidentin der EVP, ist von dieser Idee nicht begeistert. 

Auf Anfrage der AZ erklärt sie, dass sie das Ganze weniger geschickt findet. So ein Event motiviere zum Trinken, findet die Fraktionspräsidentin.

Man müsse ausserdem daran denken, dass es im Jugendparlament auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter 16 Jahren gibt. Ihrer Meinung nach wären daher Gutschein- oder Geschenkideen als Alternativen sinnvoller gewesen. 

Wie Laura Rufer auf Anfrage der AZ erläutert, stellt sich die Frage mit den unter 16-jährigen Teilnehmenden aber gar nicht, da nur volljährige Jugendliche an der Abstimmung teilnehmen können. «Bier ist das Jugendgetränk schlechthin» erklärt sie. Deswegen eigne es sich für den Event. 

Für 2018 plant das Jugendparlament auch andere Veranstaltungen. Zum Beispiel Besuche der Demokratietage in Aarau, der SRF-Sendung «Arena» und das im letzten Jahr gestartete «Speed Debating».

Dabei handelt es sich gemäss dem Jugendparlaments um einen Anlass, bei dem Jugendliche mit den «ganz Grossen» diskutieren können. Anwesend sind beim «Speed Debating» beispielsweise Gross-, Einwohner- und auch Nationalräte.

Vizepräsidentin Rufer findet: «Man muss den Jugendlichen zeigen, dass Teilnahme an der Politik interessant ist und nicht langweilig. Heute haben die Jungen so viele Optionen, was man machen kann.»

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