«Die aktuelle CVP-Initiative ist für Homosexuelle ein Schlag ins Gesicht», sagt Antonia Hauswirth, die sich bei der Informations-und Beratungsplattform «du-bist-du» engagiert.

Die Initative zur Abschaffung der Heiratsstrafe versuche auf hinterlistige Art und Weise eine faire Abstimmung zur Öffnung der Ehe zu umgehen. «Sie setzt damit das Wohl von 80'000 privilegierten Menschen vor das Wohl von 500'000 Homosexuellen», kritisiert Hauswirth.

Tatsächlich ist die Ehe im Initiativtext als Verbindung zwischen Frau und Mann definiert, homosexuelle Paare könnten also nicht von Steuererleichterungen profitieren. Aus diesem Grund gingen am Samstag ehrenamtliche Aktivisten in Aarau auf die Strasse und machten mit einer inszenierten Hochzeit zwischen Mann und Mann auf sich aufmerksam.

«Inszeniert war aber nur die Hochzeit, denn es gibt sie, die jungen homosexuelle Menschen, die heiraten wollen und die bereit sind für ihre Rechte zu kämpfen», hält Antonia Hauswirth fest. (fh)