Leserwandern: Das war die 7. Etappe
Wenn wir mit Badi und Glacé locken, ist selbst die Sonne der Grenchner Witi ein Klacks

Wer hätte gedacht, dass an diesem heissen Mittwochmorgen 90 Leserinnen und Leser diese «Wanderung» mitmachen wollen. Dass man am Ende und nach nur vier Kilometer laufen in der Badi landete, mag ein Grund gewesen sein. Im Text finden Sie Tipps, wie Sie auch unter der Sommersonne schön kühl bleiben.

Maria Brehmer
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Leserwandern 2018 Grenchner Witi Die Gruppe freute sich auf eine gemütliche Wanderung mit vielen Informationen zu vergangenen Zeiten in der Witi.
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Leserwandern 2018 Grenchner Witi Die 7. Etappe führte am 25.7 durch die Grenchner Witi. Maria Brehmer, die redaktionelle Leiterin Leserwandern, nahm die 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bahnhof Grenchen in Empfang.
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Leserwandern 2018 Grenchen Grenchner Witi
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Leserwandern 2018 Grenchen Grenchner Witi
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Erster Halt Römerbrunnen.
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Die prominenten Wanderer der 7. Etappe (von links): Stephanie Ritschard, Kantonsrätin SVP, Nicole Hirt, Kantonsrätin GLP, Elisabeth Augstburger Landrätin EVP Baselland, Philipp Hadorn, Nationalrat SP, Edgar Kupper, Kantonsrat CVP, Markus Dietschi, Kantonsrat BDP, Remo Bill, Vize-Stadtpräsident Grenchen, Matthias Meier-Moreno, Gemeinderat Grenchen CVP, Luzia Meister, Stadtschreiberin Grenchen, Angela Kummer, Kantonsrätin SP.
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Matthias Kunz, Präsident SAC Sektion Grenchen, erzählt mehr über den Schalenstein am Wegrand.
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Leserwandern 2018 Grenchner Witi Leserwandern 2018 Grenchen Grenchner Witi
Leserwandern 2018 Grenchner Witi
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Letzter Stopp: Die Spuren der Eiszeit betrachten.
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Es war heiss - trinken war bitter nötig.
Leserwandern 2018 Grenchner Witi Angekommen! Am Ziel wartete die Badi...
Leserwandern 2018 Grenchner Witi ... und natürlich ein Glace.

Leserwandern 2018 Grenchner Witi Die Gruppe freute sich auf eine gemütliche Wanderung mit vielen Informationen zu vergangenen Zeiten in der Witi.

Oliver Menge

Man sollte es bei dieser Hitze ja nicht noch herausfordern. Doch manchmal, da ist es einfach so: Man bewegt sich draussen, und draussen ist es heiss. Sehr heiss. 32 Grad im Schatten zeigte das Thermometer gestern an, als 90 Leserinnen und Leser rund um Grenchen liefen. Ein Glück, dass die 7. Etappe wie geplant in der Badi endete. Denn damit befolgten wir bereits einen wichtigen Tipp, wie man unter der Sommersonne richtig wandert. Was Sie sonst noch beachten sollten:

Wandern unter der Sommersonne: So geht's

Abkühlung erwünscht
Wenn das Kühlsystem des Körpers gefordert ist, bei hohen Temperaturen und körperlicher Anstrengung etwa, hilft ein erfrischendes Bad (Vorsicht bei schnellen Temperaturwechseln!). Oft nützt schon, Stirn, Nacken, Arme und Beine mit Wasser zu benetzen.

Schwitzen Sie!
Denn schwitzen muss man. Millionen von Schweissdrüsen sorgen für eine konstante Körpertemperatur. Je schneller der Schweiss auf Ihrer Haut verdunstet, desto kühlender. Funktionskleidung aus Kunstfaser eignet sich besonders gut, Baumwolle hingegen weniger, da sie die Feuchtigkeit nicht abtransportiert.

Trinken, trinken, trinken
Was selbstverständlich sein sollte, geht gerade beim Wandern oft vergessen – denn Flüssigkeiten wiegen besonders schwer im Rucksack. Trinken Sie mindestens jede Viertelstunde.

Bedeckt ist besser
Tragen Sie möglichst luftige Hosen und T-Shirts. Und auch wenn es seltsam klingt: besser mit langen Beinen und Ärmeln. Das schützt Sie vor UV-Strahlung, helle Farben reflektieren zudem die Sonnenstrahlen. Haut, die der Sonne ausgesetzt ist, immer mit Sonnenschutz eincremen.

Je früher, desto kühler
Nutzen Sie die kühlen Morgenstunden für Ihren Spaziergang oder Ihre Wanderung. Vermeiden Sie Anstrengungen während der heissesten Stunden des Tages.
Abkürzungen lohnen sich. Planen Sie kurze Routen. Oder wandern Sie grundsätzlich nur dann, wenn es nicht so heiss ist.

Das war die 7. Etappe

Wetterbedingt Drei Anläufe brauchte er, bis Markus Dietschi, BDP-Kantonsrat aus Selzach SO, an einer Leserwanderung teilnehmen konnte. Der Landwirt war die letzten beiden Male wegen seiner Arbeit verhindert: Vor zwei Jahren verletzte er sich am Abend vorher die Hand, letztes Jahr musste er wegen drohenden Regens mit dem Mähdrescher raus. Dieses Jahr nun sei die Ernte wegen des bisherigen Wetters aber derart früh eingefahren worden, dass ihm derlei nicht mehr passieren könne. Zumindest, was das Mähdreschen angehe. (mbr)


Heisser Die Hitze würde weder ihr noch den Kindern etwas ausmachen, sagte gestern SP-Kantonsrätin Angela Kummer, die mit ihrer Familie in Grenchen zuhause ist. Sie seien schliesslich gerade erst aus den Ferien in Ägypten zurückgekommen. «Hier schwitze ich sogar noch mehr», meinte sie. (mbr)


Kraftpaket Starke Frauen und Männer brauchte es auf der gestrigen Leserwanderung – die Sonne brannte heiss über der Witi. Aber auch starke Hunde liefen mit: «Girlpower» lautete der Schriftzug auf dem Gstäutli des Hundes von GLP-Kantonsrätin Nicole Hirt – der allerdings die meiste Zeit bei Grenchens Stadtschreiberin Luzia Meister «anbandelte». (nka)


Geschützt Richtiger Sonnenschutz war an diesem heissen Wandertag definitiv ein Thema. SP-Nationalrat und Eisenbahngewerkschafter Philipp Hadorn (Gerlafingen SO) jedenfalls machte gerne von der Sonnenhut-Verteilaktion der Leserwanderung Gebrauch – auch wenn der elegante Strohhut diskret Werbung für eine japanische Automarke machte und nicht für den öffentlichen Verkehr. Da habe er keine Berührungsängste, meinte Hadorn, darauf angesprochen. Schliesslich stelle die Marke ja auch Hybridfahrzeuge her. (at.)

Der zweite Wanderführer Auf der Redaktion ist Grenchner-Redaktor Oliver Menge ja bekannt für seine laut klingende Bass-Stimme und die Sprüche, die er gerne klopft. Gestern kamen auch die Leserwanderer in den Genuss. So ergänzte Menge jeweils die Ausführungen von Wanderleiter Matthias Kunz mit aktuellen Fakten etwa zum Velodrome oder einem Flieger am Himmel. So sorgte er für jede Menge Aahs und Oohs. Und auch für Gelächter, trotz sengender Hitze. Als etwa der Wanderführer erklärte, die Herkunft des Schalensteins sei auf dessen einstige astronomische Verwendung zurückzuführen, war laut und deutlich das Stimmorgan Menges zu hören: „…oder Hagelschäden“. (nka)

Weitere Informationen

Mehr Fotos, Videos und Anekdoten finden Sie übrigens auf unserem Leserwandern-Blog.

Auf der kommenden 8. Etappe am Freitag, 27. Juli, geht es (zum Glück am Abend!) ins Uerkental. Es erwartet uns eine Wanderung im Dämmerlicht mit der Mondfinsternis als Highlight. Alle Informationen zur Route finden Sie hier.