Wahlen 2019

Wenn es drei Empfehlungen gibt, aber nur zwei verfügbare Sitze

Der Aargauer CVP-Politiker Theo Voegtli empfiehlt Marianne Binder, Thierry Burkart und Hansjörg Knecht – aber wie geht das?

Der frühere Grossratspräsident Theo Voegtli (CVP) empfiehlt in einem Inserat in der AZ FDP-Nationalrat Thierry Burkart zur Wahl in den Ständerat. Auf Nachfrage sagte er, dass er selbstverständlich auch die CVP-Kandidatin Marianne Binder empfiehlt und unterstützt.

Nun wird die AZ aber darauf aufmerksam gemacht, dass Voegtli schon im September in der Lokalpresse in einem Inserat auch SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht zur Wahl in den Ständerat empfohlen hat. Frage daher: Wie geht das zusammen? Man kann ja nicht drei, sondern nur zwei Namen auf den Wahlzettel schreiben. 

Hansjörg Knecht mache sehr gute politische Arbeit, es wäre an der Zeit, dass wieder einmal jemand aus dem Zurzibiet im Ständerat sässe, sagt Voegtli: «Eigentlich müsste der Aargau aufgrund seiner Bedeutung und Vielfalt drei Ständeratssitze haben.» Nun habe man halt die Qual der Wahl. Sicher auf seiner Liste sei seine Kollegin Marianne Binder, sagt er.

Verbände wie aktuell auch die Aargauische Industrie- und Handelskammer seien immer wieder in derselben Situation. Sie geben Empfehlungen aufgrund ihrer Kriterien ab. Da können es schon mal drei Namen sein.

Voegtli: «Auch ich kenne aus meiner Zeit als Grossrat und Ratspräsident viele Politikerinnen und Politiker. Wenn solche mich für ein Statement anfragen und ich sie gut finde, freut mich das, und ich mache es gern. Das ist eine Empfehlung, letztlich eine Positivauswahl aus Überzeugung. Den Entscheid zur Wahl treffen ja alle Menschen selber.» 

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