Sie hätten in Aarburg kürzlich 11 Ausländer in der Sozialhilfe aufgeboten für einen gemeinnützigen Arbeitseinsatz. "Aber es reicht eben nicht, denen einfach einen Besen in die Hand zu drücken", sagt Martina Bircher. "Das alles ist mit mühsamen Auflagen des Kantons verbunden." 

Und wenn 8 der 11 aufgebotenen Personen einfach nicht kämen, wie in diesem Fall, "dann müssen wir diese zuerst verwarnen, ihnen rechtliches Gehör gewähren etc., bevor wir Sanktionen ergreifen können."

SP-Nationalrätin Yvonne Feri meinte, es reiche eben nicht, nur "einen Besen in die Hand zu drücken". Es brauche geschultes Personal, welche die betroffenen Personen anleiten würde. In einem Rechtsstaat sei es zudem richtig, dass jedermann rechtliches Gehör bekomme.

Überhaupt sei es schade, dass immer nur die negativen Beispiele erwähnt würden, sagte Feri. Die Gemeinde müsse sich doch an den drei Sozialhifebezügern im Beispiel Aarburg orientieren, die gerne bei der Arbeitsintegration mitmachten. Dem konnte Bircher zustimmen, betonte aber nochmals: "Es geht nicht, dass die anderen acht das System missbrauchen." (az)

«Ich habe Fälle in Aarburg, die haben einen Arbeitsvertrag, gehen aber nicht einen einzigen Tag zur Arbeit und stehen dann bei mir auf der Matte»

Die Aarburger Sozialvorsteherin Martina Bircher und SP-Nationalrätin Yvonne Feri, über Sozialfälle, das Ausländergesetz und Fake-Arbeitsverträge.  Die wichtigsten Momente im Zusammenschnitt.