Lenzburg-Suhr-Zofingen

Weil die SBB streiken, gibts weniger Staus für Autofahrer

Weil die Barrieren weniger lange geschlossen bleiben, wird dieses Bild weniger häufig anzutreffen sein.

Weil die Barrieren weniger lange geschlossen bleiben, wird dieses Bild weniger häufig anzutreffen sein.

Wegen Lokführermangel wurde der Personenverkehr auf der Strecke Lenzburg-Suhr-Zofingen eingestellt. Im Gegensatz zu den Bahnpassagieren werden nun die Nerven der Autofahrer geschont: Die Barrieren an den Niveauübergängen sind deutlich weniger lange geschlossen.

Eigentlich ist es ein Skandal, dass die SBB auf der Strecke Lenzbug–Suhr–Zofingen seit Montag den Personenverkehr wegen Lokführermangels ganz eingestellt haben. Die Bahnpassagiere werden bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember mit Ersatzbussen befördert und müssen mit bis zu 30 Minuten verlängerten Reisezeiten rechnen. Sie werden damit fast doppelt so lange unterwegs sein (eine Zugfahrt dauert zwischen 31 und 36 Minuten).

Vom gefühlten Streik der SBB auf der Nationalbahnlinie profitieren die Auto- und Lastwagenfahrer: Denn die Barrieren an den noch relativ häufigen Niveauübergängen sind deutlich weniger lange geschlossen (wegen des Halbstundentakts verkehren pro Stunde vier Personenzüge). Eine Entlastung bringt das neben Kölliken und Oberentfelden (hier profitiert auch die WSB) vor allem an den beiden berüchtigten Bahnübergängen in Suhr («Pfister» und Gränicherstrasse). Dort werden die Nerven der Autofahrer in den kommenden zwei Monaten deutlich geschont. Suhr erlebte bereits einmal staumässig vergleichsweise gute Zeiten, als die Nationalbahn-Linie wegen deren Sanierung nicht befahren wurde (bis Dezember 2015).

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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