2016 in Berlin, nun in Strassburg: Schon wieder hat es an einem Weihnachtsmarkt einen Terroranschlag gegeben. Als öffentliche Anlässe mit grossen Menschenmengen werden Weihnachtsmärkte in Frankreich nun stärker kontrolliert, die Regierung liess nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen.

Obwohl der grösste in Bremgarten bereits vorbei ist, finden im Kanton Aargau derzeit einige Weihnachts- und Adventsmärkte statt. So beispielsweise in Aarau, Schinznach Dorf, Laufenburg oder Brugg. Wie sieht die Sicherheitslage an diesen Orten aus? Was tut die Polizei, um die Besucher vor Anschlägen zu schützen?

Das Risiko für Anschläge wie diejenigen in Berlin oder Strassburg sei auch in der Schweiz nicht zu unterschätzen, sagt Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, auf Anfrage.

Er zitiert dabei auch Polizeikommandant Michael Leupold, der bereits letztes Jahr erklärte, dass auch die Schweiz von Terroranschlägen bedroht sei. «Die bereits seit längerer Zeit als erhöht eingeschätzte Bedrohungslage fliesst stets auch in die Beurteilung der Sicherheitsdispositive der einzelnen Korps ein», fügt Pfister an.

Massnahmen wie aufgestellte Betonelemente oder Lastwagen, wie sie an der Badenfahrt, am Maienzug oder am Rutenzug eingesetzt wurden, würde man an Weihnachtsmärkten jedoch nicht ergreifen. Denn, wie Pfister erklärt, seien Anschläge, bei denen ein Täter mit einem Auto oder Lastwagen in eine Menschengruppe fährt, seit dem Fall in Berlin kaum mehr ein Thema.

«Mittlerweile sind Einzeltäter, die mit Stichwaffen oder, wie in Strassburg, Schusswaffen angreifen, die grössere Gefahr», so Pfister. Dies könne jedoch nicht nur an Weihnachtsmärkten geschehen, wie er betont. «Auch im Schwimmbad, im Zirkus oder im Einkaufscenter kann das passieren. Das Risiko kann man nie ausschliessen.»

Wie reagiert unsere Bevölkerung auf den Terroranschlag?

Wie reagiert unsere Bevölkerung auf den Terroranschlag?

Der Terroranschlag in Strassburg lässt auch die Menschen aus der Region nicht kalt.

Gegen die Gefahr versuche man trotzdem präventiv vorzugehen. Dies mit sichtbarer Polizeipräsenz, aber auch mit anderen Massnahmen, welche mit Rücksicht auf polizeitaktische Überlegungen nicht kommentiert werden. Allgemein sei die Sicherheitsstufe im Vergleich zum letzten Jahr jedoch nicht erhöht worden.

«Wichtig ist, dass die Leute jetzt nicht Angst haben und solche Anlässe meiden», findet der Mediensprecher. Sollte einem Besucher an einem Weihnachtsmarkt oder einem anderen Grossanlass jedoch etwas Verdächtiges auffallen, gelte es, sich sofort in Sicherheit zu bringen und das Sicherheitspersonal zu informieren.