Dieses entschied, dass der Stall abgebrochen werden muss, nachdem er nicht mehr zur Pferdezucht und Schafhaltung benutzt wird.

Im Frühjahr 1999 erteilte der Gemeinderat Birmenstorf eine Baubewilligung für den Um- und Ausbau eines am nördlichen Dorfrand gelegenen Weidestalles. Gleichzeitig erhielt der Eigentümer – im Rahmen einer Nutzungsänderung – die Bewilligung für eine Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone. Es war vorgesehen, dass der Weidestall der Haltung von 30 bis 40 Mutterschafen mit ihren Lämmern und der Pferdezucht mit zwei Zuchtstuten mit maximal drei Fohlen dient. Gleichzeitig verfügte der Gemeinderat, dass die Baute bei Aufgabe oder starker Reduktion des Schaf- und Pferdebestandes zu beseitigen ist.

Zehn Jahre später stellten die Behörden fest, dass am Stall ohne Baubewilligung Veränderungen vorgenommen worden waren. Daraufhin reichte der Eigentümer ein nachträgliches Baugesuch ein. Die kantonale Abteilung für Baubewilligungen lehnte dieses Gesuch jedoch ab und ordnete an, dass der Weidestall beseitigt werden müsse. Aufgrund von – nicht widerlegten – Informationen gingen die Behörden davon aus, dass die Schafhaltung und Pferdezucht inzwischen aufgegeben worden waren. Im Sommer 2010 ordnete der Gemeinderat den Rückbau des Gebäudes bis zum 31. Mai 2011 an.

Beschwerden des Stallbesitzers beim Regierungsrat und beim kantonalen Verwaltungsgericht blieben erfolglos, ebenso ein Wiedererwägungsgesuch beim Gemeinderat Birmenstorf. Kürzlich musste sich nun auch das Bundesgericht mit dem Streit befassen. «Lausanne» hat sich vollumfänglich auf die Seite der Aargauer Behörden geschlagen und entschieden, dass die Rückbauverfügung rechtens ist. Der Eigentümer muss die Gerichtskosten für das Verfahren vor Bundesgericht in der Höhe von 3000 Franken bezahlen. (tzi)