«Ohne die Hochwasserschäden hätte ein Ertragsüberschuss von Fr. 447'439.51 verbucht werden können», teilte die Gemeinde mit. Das wäre ein toller Abschluss gewesen, hatten die Uerkner doch ein Defizit von 69 600 Franken budgetiert. Uerkheim hatte letztes Jahr einen Steuerfuss von 125 Prozent (aktuell 122 Prozent).

Warum lief es im letzten Jahr anders als erwartet? Der Gemeinderat schreibt: «Das schlechtere Ergebnis ist vor allem auf die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Hochwasserschäden zurückzuführen. Aufgrund des Schadenereignisses vom 8. Juli wurden im Jahr 2017 ungedeckte Nettokosten von Fr. 665 609.77 verbucht.»

Überschwemmung in Uerkheim

Überschwemmung in Uerkheim

Diese Bilder zeigen eindrücklich, wie Uerkheim beim Unwetter vom 8. Juli 2017 überschwemmt wurde.

Wegen der Jahrhundert-Flut schloss die Rechnung 2017 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 218 170.26 ab. Im Vorjahr hatte es einen Ertragsüberschuss von einer halben Million Franken gegeben.

Wie stark die Uerkner unter dem Wasser litten, zeigt folgende Bemerkung: «Erstmals seit den 90er-Jahren musste ein negativer Cashflow verbucht werden.»

Nicht nur die Einwohnergemeinde, sondern auch das Wasserwerk schrieb rot. Allerdings fehlten hier nur 3467 Franken. Die Abwasserbeseitigung und die Abfallwirtschaft lagen deutlich im Plus.

Die Steuereinnahmen und die Gebühren reichten insgesamt bei weitem nicht aus, um die laufenden Kosten und die Investitionen zu finanzieren. Die Einwohnergemeinde musste total 1,237 Millionen Franken Kredite aufnehmen.

Vergleichsweise gut geht es der Ortsbürgergemeinde: Sie schloss mit einem Ertragsüberschuss von 13 160 Franken ab.