Kalte Progression

Wegen Teuerungsausgleich: Aargauer zahlen weniger Steuern – Kanton und Gemeinden entgehen Millionen

Weniger Steuern für die Aargauer: Das hat der Aargauer Regierungsrat beschlossen.  (Symbolbild).

Weniger Steuern für die Aargauer: Das hat der Aargauer Regierungsrat beschlossen. (Symbolbild).

Die Aargauer Steuerzahlenden erhalten im kommenden Jahr die kalte Progression ausgeglichen. Damit sinkt die Steuerbelastung leicht. Der Ausgleich führt beim Kanton zu Mindereinnahmen von 11 Millionen Franken und bei den Gemeinden zu Ausfällen von 10 Millionen Franken.

Der Regierungsrat entschied, die Einkommens- und Vermögenssteuern teuerungsbedingt zu senken, wie die Aargauer Staatskanzlei am Freitag mitteilt. Der Kanton gleicht 2020 eine Teuerung von 0,5797 Prozent aus.

Dies geschieht durch eine entsprechende Anpassung der Einkommens- und Vermögenssteuertarife sowie der Kinderabzüge. Von einer kalten Progression spricht man, wenn Arbeitnehmende trotz Lohnerhöhung aufgrund der Teuerung keine reale Kaufkraftsteigerung erhalten, sie wegen des progressiven Tarifverlaufs jedoch höhere Steuern bezahlen müssen.

Der Ausgleich der kalten Progression ist im kantonalen Steuergesetz von 2014 verankert. Die Regelung findet im Steuerjahr 2020 zum zweiten Mal Anwendung.

Der Steuerausfall von 11 Millionen Franken hat der Kanton im Aufgaben- und Finanzplan (AFP) bereits eingeplant. Der Grosse Rat wird am kommenden Dienstag den AFP mit Budget 2020 beraten. 

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