Erhöhte Wachsamkeit
Wegen Terror: Schweizer Armee sichert ihre Anlagen in Aarau und Brugg

Die Schweizer Armee igelt sich ein. Die Terroranschlägen in Frankreich sind der Grund dafür, dass die Armee die Bedrohungslage anders eingeschätzt. Sie drängt nun auf die Umsetzung bereits früher getroffener Sicherheitsmassnahmen.

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Rekruten kehren in Aarau in die Kaserne zurück. Diese ist neu mit Wachposten gesichert.

Rekruten kehren in Aarau in die Kaserne zurück. Diese ist neu mit Wachposten gesichert.

Keystone

Ein Wachhäuschen an den Zugängen, Zutrittskontrollen, mehr Stadcheldraht. Die Aarauer Kaserne der Schweizer Armee mitten in der Stadt hat ihr Sicherheitsdispositiv hochgefahren. Dies ist eine Folge der Terroranschläge in Paris, wie Armeesprecher Walter Frik am Dienstag gegenüber SRF erklärt.

«Die Armee hat sich nach Charlie Hebdo gefragt, ob ihre Standorte und Truppen genügend geschützt seien, um nach solchen Vorfällen einsatzfähig zu sein», so Frik in der Sendung «HeuteMorgen». Die Antwort gibt Frik gleich selbst: Die Gefährdungslage habe sich nicht grundsätzlich verändert. Aber: Die bestehenden Sicherheitsvorschriften seien zu wenig konwequent umgesetzt worden. Deshalb habe die Armeeführung nach den erneuten Anschlägen von Paris nachbessern lassen.

Auch in Brugg wurde die Sicherheit erhöht. Das Areal der Schweizer Armee liegt dort genau neben einem Wohngebiet. Neu ist das Militärgelände eingezäunt und bewacht.

Die beiden Beispiele stehen stellvertretend für die Massnahmen im ganzen Land: Abgesperrte Gelände, Scheinwerfer, Stacheldraht, Wachpersonal. Im Detail will sich Frik gegenüber SRF nicht äussern, sagt nur: «Das heisst, dass nun vielleicht mehr oder offensichtlicher patroulliert wird.»

Verantwortlich für die Sicherheit seien die Truppen und Standorte. Mehr Geld stehe dafür nicht zur Verfügung, auch wenn es stellenweise zu Umbauten oder aufwändigeren Sicherheitsmassnahmen komme.

Zum Schluss erklärt Frik: Die Armee werde sich im Verlaufe des Jahres wissen, ob zusätzliche Massnahmen nötig seien, um die Armee, ihre Standorte, Fahrzeuge und Soldaten besser zu schützen. (jk)