Aargau
Wegen Euro-Krise: Mehr Aufenthaltsbewilligungen aus Spanien und Portugal

Arbeitslose EU-Bürger aus Spanien und Portugal auf Jobsuche verbringen den Sommer auf Campingplätzen in der Schweiz. Auch im Aargau steigt die Anzahl der Aufenthaltsbewilligungen.

Sarah Künzli
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Arbeitslose stehen in Lissabon vor einem Arbeitsamt an. (Archiv)

Arbeitslose stehen in Lissabon vor einem Arbeitsamt an. (Archiv)

Keystone

Arbeitslose EU-Bürger kommen immer mehr in die Schweiz, um hier einen Job zu finden. Den Sommer über haben einige sogar auf Campingplätzen gelebt und die Lage des Schweizer Arbeitsmarktes beobachtet, dies berichtet der Tages-Anzeiger.

Campingaufenthalte sind nicht bekannt

Auch im Kanton Aargau steigt die Anzahl der Aufenthaltsbewilligungen von Personen aus Spanien und Portugal leicht an, so das Amt für Migration und Integration Aargau auf Nachfrage. Von Campingaufenthalten sei im Aargau jedoch kein Fall bekannt.

Die meisten Arbeitssuchenden kommen aus Spanien und Portugal, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Durch die Euro-Krise haben sie in ihrem Land ihre Stellen verloren. Sie hoffen nun in der Schweiz auf Jobs. Gegenüber Radio Argovia sagte SVP-Nationalrat Lukas Reimann: «Je grösser und länger die EU-Krise, desto mehr Leute kommen in die Schweiz». Wie sich die Zuwanderung noch entwickeln wird, lässt sich jedoch noch nicht feststellen.

Keine exakten Zahlen

Solange die arbeitslosen EU-Bürger weniger als drei Monate in der Schweiz bleiben, brauchen sie keine Bewilligung. Erst bei einem längeren Aufenthalt wird eine Kurzaufenthaltsbewilligung benötigt.

Die meisten Jobsuchenden bemühen sich jedoch weder um eine Aufenthaltsbewilligung noch melden sie sich auf dem Arbeitsamt, sodass sie nicht in einer Datenbank vermerkt werden. Aus diesem Grund sind auch die Statistiken zu den Zuwanderungen nicht aussagekräftig. Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration, sagt dem «Tages-Anzeiger», dass es sich bei den EU-Zuwanderern ohne Jobs um Einzelfälle handle.