Wahlen im Herbst

Wegen Corona-Krise: Aargauer SP nominiert Regierungsratskandidatur per Briefwahl

Nur mit einer Briefwahl sei gewährleistet, dass die SP noch vor den Sommerferien ihre Regierungsratskandidatur nominiert habe. (Symbolbild)

Nur mit einer Briefwahl sei gewährleistet, dass die SP noch vor den Sommerferien ihre Regierungsratskandidatur nominiert habe. (Symbolbild)

Die SP des Kantons Aargau nominiert die Kandidatur für die Regierungsratswahl wegen der Corona-Pandemie im Briefwahlverfahren. Für den frei werdenden Sitz von Regierungsrat Urs Hofmann bewerben sich parteiintern Franziska Graf sowie Dieter Egli und Marco Hardmeier.

Die SP des Kantons Aargau nominiert die Kandidatur für die Regierungsratswahl wegen der Corona-Pandemie im Briefwahlverfahren. Für den frei werdenden Sitz von Regierungsrat Urs Hofmann bewerben sich parteiintern Franziska Graf sowie Dieter Egli und Marco Hardmeier.

Das Briefwahlverfahren beschloss die Geschäftsleitung in Absprache mit den drei Kandidierenden, wie die SP am Freitag mitteilte. «Wir hätten eine normale Nomination an einem Parteitag bevorzugt», wird Parteipräsidentin und Nationalrätin Gabriela Suter im Communiqué zitiert: «Die ausserordentliche Situation lässt uns aber keine andere Wahl.»

Nur mit einer Briefwahl sei gewährleistet, dass die SP noch vor den Sommerferien ihre Regierungsratskandidatur nominiert habe. Der erste Wahlgang ist auf den 25. April 2020 angesetzt. Alle Delegierten sollen bis zum 3. April die Wahlunterlagen erhalten.

Das Auszählen der Wahlzettel wird gemäss Kantonalpartei unter notarieller Aufsicht erfolgen. Ein allfälliger zweiter Wahlgang soll am 15. Mai stattfinden.

Für die Kandidatur meldeten sich eine Frau und zwei Männer an. Es sind dies die 48-jährige Franziska Graf, Stadträtin in Aarau; der 43-jährige Grossrat Marco Hardmeier aus Aarau sowie der 50-jährige Fraktionspräsident Dieter Egli aus Windisch. Der Sitz der SP in der Kantonsregierung ist unbestritten. Die Partei steht jedoch vor der Herausforderung, dass sie dafür verantwortlich gemacht werden könnte, wenn der Kantonsregierung nach der Wahl einzig Männer angehören würden.

Vier Männer treten erneut an

Der 63-jährige Justiz- und Polizeidirektor Urs Hofmann hatte Mitte Januar mitgeteilt, er werde bei der Gesamterneuerungswahl des Regierungsrats am 18. Oktober nicht mehr antreten. Hofmann ist seit April 2009 im Amt.

Die SP scheiterte seit 2016 zwei Mal, mit Nationalrätin Yvonne Feri einen zweiten Sitz im fünf Mitglieder zählenden Regierungsrat zu erobern.

Bei der Wahl im Oktober treten vier bisherige Regierungsräte erneut an. Es sind dies Markus Dieth (CVP), Stephan Attiger (FDP), Alex Hürzeler (SVP) und Jean-Pierre Gallati (SVP). Der Kantonsregierung gehört derzeit keine Frau an.

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