Kanton Aargau

Wegen abgesagten Veranstaltungen: Grossräte fordern Corona-Entschädigungen für Vereine

Landammann Markus Dieth will im Aargau vorerst noch keine verschärften Corona-Massnahmen einführen.

Landammann Markus Dieth will im Aargau vorerst noch keine verschärften Corona-Massnahmen einführen.

Der Kanton soll Veranstalter laut SVP-Politikern aus dem Swisslos-Fonds entschädigen.

Vorstoss Manuel Kaspar (Oberkulm) und Christoph Hagenbuch (Oberlunkhofen) verlangen, dass der Kanton den Vereinen unter die Arme greift, die wegen der Corona-Krise ihre Anlässe absagen mussten. In einem Postulat fordern die SVP-Grossräte, dass der Kanton eine einmalige Ausschüttung aus dem Swisslos-Fonds an geschädigte Vereine vornimmt, wie Tele M1 berichtet.

Das Veranstaltungsverbot, das seit dem 28. Februar galt und am 13. März nochmals verschärft wurde, treffe die Vereine hart, argumentieren Kaspar und Hagenbuch. Viele würden sich zumindest teilweise über Turnerabende, Fasnachtsbälle, Konzerte oder Theateraufführungen finanzieren. Mit dem Ausbruch des Corona-Virus im Aargau und dem plötzlichen, nicht vorhersehbaren Veranstaltungsverbot seien viele Vereine auf beträchtlichen Kosten sitzen geblieben.

Swisslos-Fonds soll Vereine nach Corona-Ausfällen unterstützen

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Die SVP-Grossräte nennen Ausgaben im Vorfeld der Anlässe wie Bühnenbilder, Werbung, Kostüme, Lebensmittel, Lokalmiete, Sicherheitsdispositiv usw. «Da die Anlässe abgesagt und der Ertrag (Eintritte, Getränke, Sponsoringbeiträge) wegen der erzwungenen Absage ausgeblieben sind, stehen viele Vereine vor einem finanziellen Scherbenhaufen», heisst es im Vorstoss. Den betroffenen Vereinen und Gruppierungen breche so buchstäblich der Boden unter den Füssen weg.

Mit einer einmaligen Vergütung aus dem Swisslos-Fonds an die Veranstalter von Anlässen, die zwischen dem 28. Februar und der Aufhebung des Verbots geplant waren, könnten Vereine vor den existenzbedrohenden Folgen geschützt werden. Eine Kostenübernahme der nicht von Dritten rückforderbaren und nicht durch Sponsoringbeiträge gedeckten Ausgaben pro Veranstaltung wäre aus Sicht der SVP- Grossräte zweckmässig.

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