Kanton aargau

Was die vier grössten Aargauer Gemeinden 2012 herausfordert

Ammänner der grössten Aargauer Gemeinden:  Markus Dieth (Wettingen), Marcel Guignard (Aarau), Walter Dubler (Wohlen) und Stephan Attinger (Baden) (von oben links nach unten rechts)

Ammänner der grössten Aargauer Gemeinden: Markus Dieth (Wettingen), Marcel Guignard (Aarau), Walter Dubler (Wohlen) und Stephan Attinger (Baden) (von oben links nach unten rechts)

Highlights bringt auch 2012. Die Ammänner der vier grössten Aargauer Gemeinden sprechen schon jetzt darüber, was die Herausforderungen für die Gemeinden im kommenden Jahr sind.

Stadtfest Baden als Fixtermin

Die Stadt Baden stehe am Anfang eines Jahres voller Herausforderungen, sagt Stadtammann Stephan Attiger. «Das Schulhausplatz-Projekt kommt vor den Grossen Rat. Der Verkehr wird uns auch mit der Umsetzung des Verkehrsmanagements in Baden und in den Regionsgemeinden beschäftigen.» Darum sei es wichtig, dass die neuen Gemeindeammänner in der Region sofort gut eingebunden würden. Doch auch in der Stadt selber hat es einige Baustellen.

Die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung im Bäderquartier sowie die Gesamtrevision gehen in die entscheidende Runde. «Die Sanierung mit Erweiterung des Kurtheaters wollen wir bis und mit Baukredit in diesem Jahr vorantreiben», sagt Attiger (Bild). Eine weitere grosse Herausforderung stelle die Schulraumplanung dar. «Das ist ein grosses Unterfangen, und wir werden damit nicht auf den Umstellungstermin fertig» (Umstellung auf 6 Jahre Primar- und 3 Jahre Sekundarstufe). Nebst den zahlreichen Tagesgeschäften wird sich die Stadt Baden auch mit der Planung des Brisgi-Areals sowie der Entwicklung im Gebiet Galgenbuck auseinandersetzen. «Und dann wartet auf uns mit dem Stadtfest Baden vom 17. bis 26. August ein spezielles Ereignis», verspricht der Stadtammann. (-rr-)

Aarau muss 2012 besser rechnen

Aaraus Nachbarn, der Bahnhof, Überbauungen sowie die Finanzen - diese Traktanden werden Aarau laut Stadtammann Marcel Guignard 2012 am meisten beschäftigen. Die grösste Herausforderung wird wohl Letzteres sein: «Aarau muss seinen Finanzhaushalt wieder in Schuss bringen, gleichzeitig braucht es aber weitere Investitionen, um die Prosperität der Stadt zu gewährleisten», sagt Guignard. Gefragt sei eine politisch breit abgestützte Strategie. Ebenfalls eine Herausforderung wird 2012, Aaraus Nachbargemeinden zum Mitmachen in der «Vision Aarau»

zu motivieren. «Jetzt geht es darum, welche Gemeinden wirklich in den Diskussionsprozess mit einsteigen wollen», so Guignard, «wir wollen Nägel mit Köpfen machen.» Schon gut aufgegleist sind verschiedene Bauprojekte: Der Bahnhofplatz wird gebaut, für den Bahnhof Süd sind die Finanzen gesprochen, nun muss neben der Velostation noch das Projekt für einen schöneren Zugang aufgegleist werden. 2012 findet wahrscheinlich der Spatenstich für die Überbauung Aarenau im Scheibenschachen statt und auch im Torfeld Süd (Bild) werden die Pläne konkreter. Zur Knacknuss Erweiterung Schlössli meint Guignard: «Ich bin guter Dinge, dass mit dem Bau begonnen werden kann.» Schon 2012? «Ich hoffe es.» (kus)

Wohler Jahr hat drei Höhepunkte

«Das kommende Jahr hat in Wohlen drei Höhepunkte», sagt Gemeindeammann Walter Dubler. «Der erste findet bereits am 20. Januar statt, dann ist nämlich Baubeginn für die Erschliessung des Rebbergs, wo hochwertiger Bauraum geschaffen wird.» Der zweite Höhepunkt folgt laut Dubler schon wenige Wochen später. «Am 13. Februar findet der Spatenstich für das Projekt Strohmuseum in die Villa Isler statt», erklärt er. Auch das sei ein wichtiger Meilenstein für die Gemeinde Wohlen. Das dritte Highlight datiert Walter Dubler auf Ende Juni 2012: «Dann feiern wir den Zusammenschluss von Wohlen und Anglikon,

der vor 100 Jahren besiegelt worden ist», weiss der Ammann. Abgesehen von diesen drei Highlights werde das kommende Jahr aber auch politisch spannend, und zwar von Beginn an. «Die erste Einwohnerratssitzung ist am 23. Januar. Dann wird über die neue Vorlage für die Renovation des Friedhofgebäudes diskutiert», so Dubler. Die Diskussion verspricht, spannend zu werden, denn das Projekt Neubau des Friedhofgebäudes ist im vergangenen Frühling knapp von den Stimmbürgern abgelehnt worden. «Es wird also ein ereignisreicher Jahresauftakt in Wohlen geben», verspricht der Gemeindeammann. (aw)

Ein neues Tägi für Wettingen

«Damit Wettingen weiterhin eines der grössten Schweizer Sport- und Erholungszentren betreiben kann, muss das Tägi saniert werden», sagt der Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth und spricht damit die grösste politische Herausforderung des kommenden Jahres an. Die rund 40 Jahre alte Anlage weist deutliche bauliche, betriebliche sowie Sicherheitsmängel auf. Zudem soll das Tägi um eine Eishalle, die auch als Ausstellungshalle oder Bankettsaal für 2500 Personen dienen kann, erweitert werden. «Der Einwohnerrat wird im Januar und Mai 2012 die Weichen stellen, bevor das Grossprojekt im September 2012 vors Volk kommt.»

Die finanzielle Hauptlast werden die Wettingerinnen und Wettinger zu tragen haben. Weil das Tägi von Leuten aus der ganzen Region benutzt wird, ist es aber auch ein regionales Projekt. «Die Stadt Baden hat bereits 5 Millionen Franken im Finanzplan aufgenommen.» Im modernisierten Tägi ist neben einer S-Bahn-Haltestelle später auch eine Haltestelle der neuen Limmattalbahn geplant. Damit ist die Anlage mit einem kantonsübergreifenden Projekt verbunden. Und schliesslich betont Dieth: «Der Aargau wird vom neuen Tägi profitieren, weil er somit über eines der grössten nationalen Sport-, Messe-, Kongress- und Kulturzentren verfügt.»(dm)

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