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Warum Heidi jetzt auch ein bisschen «Aargauerin» ist

60 Jahre nach der Erstverfilmung kommt Heidi zurück ins Kino. Grossen Anteil daran haben zwei Filmschaffende aus dem Aargau.

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Die Heidi-Bücher von Johanna Spyri sind beliebt bei Kindern auf der ganzen Welt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Neuverfilmung, welche am 10. Dezember in die Schweizer Kinos kommt.

Das Drehbuch zum neuen Heidifilm geschrieben hat die Suhrerin Petra Volpe. Ihr Heidi ist näher am Original als frühere Verfilmungen. Die harte Realität habe sie berührt, sagt Volpe gegenüber Tele M1. Insbesondere die Armut, wie Spyri sie beschreibt und wie hart es für die Kinder war, habe sie beeindruckt. «Es wird eine Schweiz beschrieben, die eigentlich überhaupt kein ‚Heidiland‘ ist», so Petra Volpe. Die Schweiz sei dort keineswegs nur idyllisch, kitschig und schön.

Petra Volpe ist nicht die einzige Aargauerin, der Heidi sein Comeback auf die Leinwand verdankt. Regisseur Alain Gsponer ist in Schinznach-Bad aufgewachsen. Der Filmemacher hatte bei der Besetzung der Heidi Rolle eine klare Vorstellung: «Für mich hat sie eine Kraft und gleichzeitig auch eine magische, durchlässige Persönlichkeit», beschreibt Gsponer die Figur des Heidi. Diese Eigenschaften habe er in Anuk Steffen gefunden. (cze)

1880: Mit «Heidis Lehr- und Wanderjahre», erscheint das erste von zwei Heidi-Büchern von Johanna Spyri.
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1937: Hollywood-Kinderstar Shirley Temple spielt die amerikanische Heidi.
1950: Heidi wurde in über 50 Sprachen übersetzt: Ein amerikanisches Buchcover aus den 50ern.
1952: erscheint der erste Schweizer Heidi Film von Luigi Comencini, der nahe am Roman angelegt ist.
1974: Die japanische Adaption versetzt das Land in eine Heidi-Hysterie, die bis heute nicht nachlässt.
1978: Das Schweizer Fernsehen produziert eine 26-teilige Heidi-Serie.
1993: Walt Disney bringt eine ungeniessbare Kitschversion von Heidi ins Kino.
2007: In Walenstadt wird «Heidi – das Musical» aufgeführt.
2015: Der neue Walt Disney mit Anuk Steffen und Bruno Ganz, diesmal mit weniger Kitsch, dafür mit viel Herz.

1880: Mit «Heidis Lehr- und Wanderjahre», erscheint das erste von zwei Heidi-Büchern von Johanna Spyri.

Keystone

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