Die aktuelle Arbeitsmarktstatistik weist für den Kanton Aargau drei Prozent Arbeitslose aus. Das ist ein Plus von 0,1 Punkten. Die Erhöhung sei saisonal bedingt, schreibt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) in einer Mitteilung.

15'399 Personen suchten im Oktober eine Stelle. Für sie hat das AWA eine erfreuliche Nachricht: Die Zahl der offenen Stellen steigt kontinuierlich. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren im Vergleich zum Vorjahr 27 Prozent mehr Stellen gemeldet. Damit haben die RAV 1280 Jobs zu vermitteln.

Aussendienst knüpft Kontakte

Wie lässt sich dieses Wachstum erklären? Laut Raphael Weisz, stellvertretender Leiter Arbeitsmarktintegration beim AWA, ist nicht etwa der Zuzug eines grossen Unternehmens für die Entwicklung verantwortlich. Es seien zwei Tendenzen spürbar: Zum einen entspannt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt, da die Wirtschaft wächst. Zum anderen melden mehr Firmen offene Stellen den RAV. Das geht auch auf eine Sensibilisierungskampagne des AWA zurück. «Wir haben die Arbeitgeber-Beratung in den letzten Jahren ausgebaut», sagt Weisz. Der Aussendienst knüpfe laufend Kontakte mit Unternehmen. Er ist mit der Entwicklung sehr zufrieden. Die Beratungen hätten schon stattgefunden, lange bevor das Bundesparlament beschlossen hatte, die Masseneinwanderungsinitiative mit einer Stellenmeldepflicht – bekannt als Inländervorrang – umzusetzen.

Besonders die Branchen Verkauf, Gesundheitswesen und Industrie melden laut Weisz mehr Jobs. Die effektive Zahl zu besetzender Stellen ist um einiges grösser als jene, die die Statistik angibt. Der Grund: Nicht alle Unternehmen melden ihre Stellen den RAV.

Kurzarbeit nimmt zu

Die Arbeitsmarktstatistik zeigt auch, dass im Oktober elf Betriebe im Aargau Kurzarbeit angemeldet haben, vier mehr als im September. Insgesamt liegen für 457 Arbeitnehmer Bewilligungen für Kurzarbeit vor. Der Grossteil der betroffenen Betriebe ist in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) und dem Baugewerbe tätig.

Die höchsten Arbeitslosenquoten weisen mit 3,3 Prozent die Bezirke Baden und Kulm auf. Am anderen Ende der Tabelle rangieren Muri mit 2,2 und Laufenburg mit 2,6 Prozent Arbeitslosen.