Grosser Rat

Waldschutz: Das Kantonsparlament spricht 8,8 Millionen Franken für verschiedene Massnahmen

Trockenheit und Klimawandel machen dem Wald zu schaffen.

Trockenheit und Klimawandel machen dem Wald zu schaffen.

Der Aargauer Grosse Rat hat sich für ein weiteres Waldschutzprogramm entschieden. Die letzte Auflage sei ein Erfolg gewesen, so die Regierung.

Seit 23 Jahren gibt es im Aargau Naturschutzprogramme für den Wald. Am Dienstag hatte das Kantonsparlament bereits über deren 5. Auflage zu entscheiden. Sie soll von 2020 bis 2025 wirken.

Das Ende 2019 auslaufende 4. Programm verlief nach Einschätzung der Regierung erfolgreich. Es habe positive Wirkungen auf die Artenvielfalt, argumentierte der für den Wald zuständige Regierungsrat Stephan Attiger. Dabei sei die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Waldeigentümern einer der Schlüsselfaktoren.

Der Kredit für die vierte Auflage des Programms ist allerdings im Zuge der Sparmassnahmen vor einigen Jahren gekürzt worden. Darauf verwies die SP in der Debatte vom Dienstag. Die Grünen wollten denn auch die von der Regierung beantragten 8,8 Millionen Franken brutto (netto 7,3) für das fünfte Programm um zwei Millionen Franken aufstocken.

Damit sollten Massnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels getroffen werden. In der Diskussion wurde auf die Trockenschäden und die enormen Schäden durch den Borkenkäfer verwiesen. Die Grünen unterlagen gleichwohl mit 89 zu 37 Stimmen, die 8,8 Millionen kamen hingegen problemlos durch.

In der Debatte hatte Attiger bestätigt, die Trockenheit bereite Kummer, sie betreffe auch die Holznutzung. Man solle parallel zum Waldprogramm Massnahmen ergreifen, empfahl er. Postulate dazu seien hängig, die Antworten kämen noch dieses Jahr, dann könne man entscheiden.

Die Ziele für Naturwaldreservate, Altholzinseln, Spezialreservate, strukturreiche Waldränder und Eichenwaldreservate sollen weiterhin umgesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk gilt der Waldrandaufwertung.

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