Kolumne

Wahlkampf ist Familiensache

Fabian Hägler

Für die anstehenden Wahlen kandidieren gleich mehrere Familienpaare oder Verwandte von ehemaligen und abtretenden Politikern.

Die bekannteste Politiker-Dynastie waren wohl die Kennedys in den USA. Aber auch die Aargauer Wahlen sind für einige Kandidierende eine Familiensache. Mehrfach treten Kinder von früheren oder aktuellen Parlamentsmitgliedern selber zur Wahl an.

Zur familieninternen Ablösung im Bundeshaus könnte es bei der SVP kommen. Benjamin Giezendanner, 37, könnte seinen Vater Ueli Giezendanner, 65, den «Fuhrhalter der Nation», im Nationalrat beerben.

Für die EVP kandidieren Vater und Tochter: Lilian Studer, 41, ist Spitzenkandidatin auf der Hauptliste, der frühere Nationalrat Heiner Studer, 70, tritt auf der Seniorenliste an.

Bei der CVP ist es umgekehrt, hier treten Mutter und Sohn an: Kantonalpräsidentin Marianne Binder, 61, will Ständerätin werden, CVP-Baden-Präsident Simon Binder, 33, kandidiert auf einer Unterliste als Nationalrat.

Und auch zwei Töchter eines Regierungsrats treten für die CVP an: Auf der Unterliste «Baden Zurzach» stehen Ariane Dieth, 21, und Viviane Dieth, 19, – ihr Vater ist der Aargauer Finanzdirektor Markus Dieth, 52.

Bei der FDP versucht Lukas Pfisterer, 46, in die Fussstapfen seines Vaters Thomas Pfisterer, 78, zu treten. Dieser war Ständerat und Regierungsrat, sein Sohn ist Grossrat und Kantonalpräsident der Freisinnigen – er kandidiert jetzt für den Nationalrat.

Eine besondere Konstellation gibt es bei einer anderen Politikerfamilie. Adrian Bircher, 31, will für die GLP in den Nationalrat, wo sein Vater Silvio Bircher, 74, einst für die SP sass.

Dazu gibt es zwei Brüderpaare und ein Schwesternduo auf den Listen: Yves Blülle, 21, und Benjamin Blülle, 23, bei der Jungen SVP, Benjamin Riva, 24, und Nick Riva, 18, bei den Jungfreisinnigen sowie Tabea Grauwiler, 24, und Vera Grauwiler, 30, bei der Jungen BDP. 

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