Ständerat

Wahl-Talk: Der «stille Schaffer» Hansjörg Knecht zieht ins Finale ein

Ständerats-Wahltalk Runde 3: Es diskutierten Lilian Studer (EVP) gegen Hansjörg Knecht (SVP).

Ständerats-Wahltalk Runde 3: Es diskutierten Lilian Studer (EVP) gegen Hansjörg Knecht (SVP).

Wer holt sich im Aargau die beiden Ständeratssitze? Die Kandidatinnen und Kandidaten der grösseren Parteien treten im Wahltalk gegeneinander an. Wer von den Zuschauern am meisten Stimmen erhält, kommt eine Runde weiter.

Nach zwei Siegen ist Lilian Studer (EVP) in Runde 3 gescheitert: Hansjörg Knecht (SVP) behielt im Ständerats-Wahl-Talk die Oberhand, wenn auch nur knapp. Kandidat Knecht trifft im Final nächsten Dienstag auf Pascale Bruderer (SP).

Auf Tele M1 gab es die letzten beiden Wochen am Dienstagabend eine politische Frauenrunde. Nicht so im dritten von vier Ständerat-Wahltalks am Dienstagabend. 

Lilian Studer (EVP) gegen Hansjörg Knecht (SVP) diskutierten unter der Leitung von az-Inlandchef Stefan Schmid auf «TeleM1». Studer hatte die ersten beiden Runden klar für sich entschieden. Doch in der dritten Runde musste sie sich erstmals geschlagen geben. Sie verlor gegen Hansjörg Knecht. Der zieht damit in den Schlussgang gegen die bisherige Ständerätin Pascale Bruderer (SP). 

Der FDP-Nationalrat Philipp Müller hatte seinen Auftritt nach seinem Unfall abgesagt, weshalb das dritte Talk-Duell nur mit Studer und Knecht stattfand.

Lilian Studer bejahte die Einstiegsfrage von Moderator Stefan Schmid, ob sie überrascht über ihren Einzug in Runde drei sei. «Ich bin überrascht.» Wahrscheinlich habe sie sehr treue Anhänger, die sie unterstützten. Hoffentlich seien aber auch Sympathiestimmen dabei gewesen. «Die EVP ist die beste Partei, weil… »: Diesen Satz vollendet Studer mit den Worten: «Weil sie Werte vertritt, die dieser Gesellschaft gut tun.» Wie Hansjörg Knecht sei sie gegen einen EU-Beitritt. Während sie ihr Wahlkampf-Budget offenlegte (35'000 Franken), wollte Knecht diese Information nicht herausrücken. Das sei «Privatsache», begründete er das. Später sagte er, dass es sicher mehr als die 35'000 Franken von Lilian Studer sei. 

Knecht zeigte sich überzeugt, dass er den Ständeratssitz für die SVP ergattern kann. Er sei zwar nicht ein Lautsprecher, konzentriere sich auf seine Arbeit im Parlament und in den Kommissionen. Der «stille Schaffer» sei für die Medien zu wenig interessant. Deswegen habe er in der Werbung mehr Präsenz markieren müssen. «Ich will Ständerat werden im Kanton Aargau. Darum braucht es einen entsprechenden Effort.»

Wahl-Talk, Runde 2, mit Lilian Studer (EVP) und Ruth Humbel (CVP).

Lilian Studer gewinnt die zweite Wahltalk-Runde.

Obwohl ihm ein Mitmachen am neuen Wahlkampf-Song der SVP mehr Medienpräsenz verschafft hätte, hat er sich «wenig gedrückt» davor. Er verwies auf seine bescheidenen Sängerqualitäten und erzählte von seiner ehemaligen Primarlehrerin, die ihn einmal als «Brummbär» bezeichnet hatte. 

Mit wem würden die beiden Kandidaten am liebsten den Kanton Aargau im Ständerat vertreten? «Am liebsten mit jemandem aus der Mitte», sagte Lilian Studer. Auf Pascale Bruderer angesprochen, sagte sie: «Das wäre sicher auch eine Option.» Bruderer habe sicher die besten Chancen. Das sei auch berechtigt, weil sie das Amt gut ausgeführt habe. Hansjörg Knecht wollte auch keinen Namen nennen. «Ein bürgerlicher Kandidat wäre mir am liebsten», sagte er. Damit dürfte für eine gewisse Spannung im Finale gegen die Nicht-Bürgerliche Pascale Bruderer gesorgt sein.  

Wahl-Talk: Das war die erste Runde mit Lilian Studer (EVP), Bernhard Guhl (BDP) und Beat Flach (GLP).

Wahl-Talk: Das war die erste Runde mit Lilian Studer (EVP), Bernhard Guhl (BDP) und Beat Flach (GLP).

Meistgesehen

Artboard 1