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Wärme ist für Pflanzen noch keine Gefahr - Gartencenter sind «auf Nadeln»

Bis die Osterglocken blühen, braucht es noch Geduld.

Bis die Osterglocken blühen, braucht es noch Geduld.

Die milden Temperaturen lassen Hobbygärtner um ihre Pflanzen bangen – die Profis geben aber Entwarnung. Sollte es aber nach der warmen Phase wieder sehr kalt werden, könnte dies für die Pflanzen ein Problem darstellen.

Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft: Diese Woche steigen die Temperaturen im Aargau auf über 10 Grad Celsius, in anderen Teilen der Nordwestschweiz sind sogar bis zu 16 Grad möglich – und das mitten im Winter. Ein warmer Südwestwind machts möglich.

Solche Wärmeperioden im Januar sind zwar nicht selten, sie können jedoch Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben. Vielen Hobbygärtnern ist der letzte Winter noch in Erinnerung, als auf einen milden Januar ein bitterkalter Februar folgte, der die Pflänzchen erfrieren liess.

Pflanzen sind besser ausgehärtet

Johannes Zulauf vom Gartencenter Zulauf in Schinznach gibt vorerst Entwarnung: «Im letzten Jahr konnten die Pflanzen wegen der milden Herbst- und Wintermonate nicht aushärten. Dieses Jahr ist die Situation zwar ähnlich, aber nicht ganz so dramatisch, weil es seit Oktober bereits einige Kälteperioden gab – die Pflanzen sind besser ausgehärtet.» Trotzdem sitze man beim Gartencenter Zulauf «auf Nadeln»: «Wenn es nach dieser warmen Phase sehr kalt wird, könnte uns das Probleme bereiten.» Die Gefahr, dass die Pflanzen jetzt schon austreiben, bestehe aber nicht.

Auch Geri Busslinger vom Pflanzenschutzdienst des Landwirtschaftszentrums Liebegg sieht zumindest für landwirtschaftliche Pflanzen noch «keine Probleme, solange die Wärmeperiode nicht allzu lange anhält».

Die milden Temperaturen würden zwar die Luft aufwärmen, nicht aber den kalten Boden. «Ein Vegetationsschub ist erst zu erwarten, wenn die Temperaturen über etwa zwei Wochen anhalten und auch der Boden warm wird.» Schäden an Obstbäumen, Rebstöcken oder Feldgemüse wird es laut Busslinger «mit Sicherheit nicht geben», denn auf Ende der Woche seien schon wieder winterliche Temperaturen in Sicht.

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