Landwirtschaft

Während Zofingen mit den Fluten kämpft, ist im Freiamt und Fricktal das Wasser knapp

Um den Raps steht es momentan nicht allzu gut.

Um den Raps steht es momentan nicht allzu gut.

Frost im Frühling, extreme Hitze im Juni und jetzt starke Regenfälle und Hagel: Die Aargauer Bauern haben es nicht leicht. Jedoch ist jede Region anders betroffen. Während der Bezirk Zofingen in den Fluten ertrinkt, ist Wasser im Freiamt und Fricktal knapp.

«Wir bräuchten eigentlich noch mehr Wasser.» Mit den Katastrophenbildern aus Zofingen, Uerkheim oder Bottenwil im Kopf klingt diese Aussage von Alois Huber, Präsident des Aargauer Bauernverbands, zunächst absurd.

Der Starkregen führte am Samstag in der Region Zofingen zu überfluteten Garagen und Kellern, Hangrutschen, zerstörten Autos und Flurschäden.

Doch war eben nicht der ganze Aargau vom Unwetter betroffen. Huber: «In gewissen Regionen warten die Aargauer Bauern auf mehr Regen für ihre Ernte.»

Der Frost im Frühling, die extreme Hitzewelle im Juni und jetzt die starken Regenfälle: Das Wetter macht den Bauern sehr zu schaffen. «Die Kartoffel bereitet uns aktuell besonders Sorgen», sagt Huber. «Denn mit dem vielen Regen und den relativ warmen Temperaturen ist das Wetter optimal für die Krautfäule, einen Pilz, der zu Ertragsausfällen führen kann.» Auch um den Weizen und Raps stehe es schlecht: «Der Weizen braucht mehr Sonne und der Raps wurde wohl durch den vielen Regen beschädigt. Wir müssen leider davon ausgehen, dass beim Raps ein Teil der Ernte ausfallen wird.»

Gewässer haben zu wenig Wasser

Vor allem in der Region rund um Zofingen müsste das Wetter wieder gut werden, um die Ernte nicht noch mehr zu belasten. «Das Wasser könnten die Bauern im Freiamt und im Fricktal gut gebrauchen», erklärt Huber. Dies zeigt auch das Verbot zur Wasserentnahme für Bauern in der Bünz und der Sissle. Die beiden Gewässer führen zu wenig Wasser, daher dürfen die Bauern es nicht zur Bewässerung ihrer Felder nutzen. «Diesen Regionen würde Regen gut tun», ist sich Huber sicher. Er zeigt sich trotz schlechter Wetterprognose optimistisch: «Das Wetter ist momentan extrem, aber wir hoffen weiterhin das beste.»

So arg hat das Unwetter den Aargau am Samstag erwischt: 

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