Der SVP-Parteipräsident und Grossrat Thomas Burgherr hat eine Interpellation mit kritischen Fragen zu den forcierten Ausweisentzügen gegenüber über 70-jährigen eingereicht. er verweist darauf, dass die Ausweisentzüge wegen Krankheit und Gebrechen bei den über 70-jährigen seit 2008 um über 80 Prozent angestiegen sind. Dass man genau hinschaue, sei zielführend und richtig, schreibt Burgherr. Die Verhältnismässigkeit müsse aber beachtet werden.

Burgherr verweist weiter auf den kanton Aargau, der mit 1129 Entzügen im letzten Jahr den einsamen Spitzenplatz in der Schweiz belege. Die Zahl habe sich in nur fünf Jahren verdreifacht. Burgherr: «Das Vorpreschen des Kantons Aargau in der Fahreignungsuntersuchung ist nicht verhältnismässig und auch nicht gerechtfertigt.»

 Burgherr will von der Regierung unter anderem wissen, womit sich die Verdreifachung der Entzüge in den letzten fünf Jahren rechtfertige und wie die Spitzenstellung des Aargaus bei den Entzügen zu erklären sei. Ob die medizinischen Kontrollen im Kanton Aargau anders als in andern Kantonen durchgeführt werden? Falls ja, will Burgherr wissen, ob die Kontrollen im Aargau restriktiver sind. Und schliesslich will er wissen, welche Altersklassen und Personengruppen eigentlich am meisten Unfälle im Strassenverkehr verursachen.