Wetter

Vorbei mit Sonne und Wärme – schon bald ist die Windjacke gefragt

Die Wetteraussichten sind alles andere als rosig: Die Bewölkung nimmt zu, der Regen setzt ein. Und es wird deutlich kühler. Die Temperaturen gehen auf einen Schlag um etwa 10 Grad zurück.

Sonnenschein und milde Temperaturen zum Wochenauftakt, ab Dienstag ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Gerechnet wird mit Regen und Temperaturen von nur noch 12 bis 14 Grad.

Meteorologe Peter Wick von der MeteoNews AG in Zürich betont aber, dass es nicht ausserordentlich kalt wird. Vielmehr seien die Temperaturen derzeit einfach deutlich zu hoch und lägen um bis zu 12 Grad über den Durchschnittswerten. «Ab Dienstag bewegen wir uns dann in einem für diese Jahreszeit normalen Bereich.»

Mit einem Wintereinbruch rechnet Wick übrigens vorerst nicht. Anders gesagt: Im Mittelland lässt der erste Schnee noch etwas auf sich warten. Handschuhe und Winterkappe können (vorerst) also noch im Keller bleiben.

Aussergewöhnliche Wärme

Temperaturen von 23 bis 24 Grad im Mittelland seien Ende Oktober eine Seltenheit, weiss der Meteorologe. In Föhntälern dagegen könne es durchaus so warm werden.

Die Wetterhitparade von MeteoNews zeigt: In Eiken und Döttingen sind die Temperaturen am Montag auf über 24 Grad gestiegen, in Liestal sogar auf über 25 Grad. Auf der Lägern wurden Windgeschwindigkeiten von über 80 km/h gemessen.

Heftige Herbststürme in Grossbritanien

In anderen Ländern Europas ist der Herbst bereits eingezogen. In Grossbritanien haben heftige Stürme Teile der Südküste überflutet, erhebliche Verkehrsbehinderungen ausgelöst und mindestens zwei Todesopfer gefordert. Eine junge Frau wurde in ihrer Wohnung im Bett erschlagen, als ein Baum auf das Gebäude fiel.

Der gesamte Zugverkehr im Süden Grossbritanniens kam praktisch zum Erliegen. Auch Strassen wurden von entwurzelten Bäumen blockiert. 220 000 Haushalte waren am Montagvormittag ohne Strom.

Wind von bis zu 160 km/h

Der Wind fegte mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h über die britischen Inseln. Ein 14 Jahre alter Knabe wird vermisst – vermutlich wurde er an der Küste von East Sussex ins Meer gespült.

Am grössten Flughafen Europas, London-Heathrow, wurden allein 130 Flüge gestrichen, sagte ein Sprecher des Airports. Auch Verbindungen in die Schweiz waren betroffen.

Am Flughafen Zürich fielen am Montagvormittag 14 Verbindungen nach London Heathrow, London City, Brüssel und Amsterdam aus, wie ein Sprecher sagte. Auch in Basel und Genf wurden bis Mittag wenige Flüge annulliert.

Frankreich ohne Strom

Auch im Westen Frankreichs mussten zahlreiche Menschen wegen des Herbststurms ohne Strom in die Woche starten. In der Normandie und in der Bretagne waren am Montag etwa 75 000 Haushalte betroffen. Vor allem in Gebieten nahe der Küste war der Sturm mit bis zu 140 km/h über das Land gefegt.

In Amsterdam kam eine Frau wegen des schweren Herbststurms ums Leben. Sie wurde in der Innenstadt an einer Gracht von einem umstürzenden Baum getroffen. Die Behörden riefen die Bürger auf, in ihren Wohnungen zu bleiben. (mhu/sda)

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