Weltrekord

Vor 80 Jahren: Brite rast so schnell wie noch niemand auf dem Hallwilersee – heute wäre das unmöglich

210,67 Stundenkilometer: Sir Malcolm Campbell stellte heute vor 80 Jahren mit seinem Rennboot «Bluebird K3» einen neuen Rekord auf.

210,67 Stundenkilometer: Sir Malcolm Campbell stellte heute vor 80 Jahren mit seinem Rennboot «Bluebird K3» einen neuen Rekord auf.

Heute dürfen Boote auf dem Hallwilersee maximal 20 Stundenkilometer schnell fahren – so nachzulesen in der kantonalen Schifffahrtsverordnung. 1938 gab es dieses Tempolimit noch nicht, dies nutzte der Brite Sir Malcolm Campbell für einen Geschwindigkeitsweltrekord.

Genau heute vor 80 Jahren erreichte Campbell auf dem Hallwilersee mit seinem Rennboot, der «Bluebird K3», eine Geschwindigkeit von 210,67 km/h.

Das rund sieben Meter lange Boot wurde von einem Rolls-Royce-Flugzeugmotor angetrieben und machte einen ohrenbetäubenden Lärm – ein weiterer Grund, der eine solche Rekordfahrt auf dem Hallwilersee heute verunmöglichen dürfte. Damals verfolgten Tausende von Zuschauern die Fahrt des Briten, der ein paar Tage zuvor auf dem Lago Maggiore gut 208 Stundenkilometer erreicht hatte.

Noch schneller war er auf dem Hallwilersee, gemessen wurde das Tempo auf einer Strecke ungefähr zwischen «Seerose» und «Delphin» in Meisterschwanden.

Das damalige Rennboot steht heute im Filching Manor Motor Museum in England, wie Heinz Bertschi, der sich seit Jahren mit der Weltrekordfahrt befasst, in einem Flyer schreibt. Bertschi hat Fotos, Berichte und Filmaufnahmen von 1938 gesammelt und einen Dokumentarfilm zu Campbells Weltrekord gedreht. Ausserdem bietet er spezielle Führungen zum Thema am Hallwilersee an. (fh)

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