Würenlingen

Vor 25 Jahren gegründet: Zwischenlager ist heute zu einem Viertel belegt

Vier Kernkraftbetreiber haben 1990 das Zwischenlager gegründet, elf Jahre später wurden die ersten radioaktiven Abfälle eingelagert. An der Generalversammlung feierte das Unternehmen sein 25-jähriges Bestehen.

Seit 25 Jahren besteht die Zwischenlager Würenlingen AG (Zwilag) für radioaktive Abfälle. Seit der Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2001 zeichne sich die Zwilag durch einen zuverlässigen und störungsfreien Betrieb aus, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Insgesamt ist das Zwischenlager für schwach-, mittel- und hochaktive Abfälle zu rund einem Viertel belegt.

Betriebsleiter und Geschäftsführer Walter Heep erklärt, wie die radioaktiven Abfälle gereinigt werden:

Walter Heep führt durch das Zwilag in Würenlingen

Walter Heep führt durch das Zwilag in Würenlingen

Die Aktiengesellschaft wurde von den damaligen Schweizer Kernkraftwerk-Betreibergesellschaften (BKW FMB Beteiligungen AG, Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Kernkraftwerk Leibstadt AG und Nordostschweizerische Kraftwerke AG) 1990 gegründet. Über sechs Jahre dauerte das Bewilligungsverfahren. Am 21. August 1996 stimmte der Bundesrat dem Bau des Zentralen Zwischenlagers in Würenlingen und dem Betrieb der Lagerhallen zu. 

Neben der klassischen Einlagerung werden schwachaktive Abfälle der Schweizer Kernkraftwerke dekontaminiert: Über 90 Prozent dieser Abfälle werden gereinigt und recycelt.

«Nach wie vor verfügt die Zwilag mit der sogenannten Plasma-Anlage über eine weltweit einzigartige Einrichtung zur Einschmelzung von schwachaktivem Abfall»,  schreibt das Unternehmen. Dank dieser Anlage werde das Volumen auf einen Fünftel reduziert.

Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile rund 80 Mitarbeiter. Zudem erhalte die Zwilag vom lokalen Gewerbe und der Industrie jährlich Aufträge in Millionenhöhe. (ssu)

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