Der Rhein war einst der grösste Lachsfluss in Europa, rund eine Million der Fische waren es noch vor hundert Jahren. Entsprechend gross war deren Bedeutung für die Fischer. «Bis in die 1920er-Jahre war der Lachs ein wichtiger Brotfisch für die Hochrheinfischerei», schreibt Thomas Stucki, Leiter Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau, in «Umwelt Aargau». 1915 wurden im Aargau noch mehr als 1000 Exemplare gefangen.

Lachsfang anno 1910 in Laufenburg

Lachsfang anno 1910 in Laufenburg

Ein seltenes Filmdokument über die Lachsfischerei mit Bären, Geeren, Waage, Galgen und Reusen.

Doch die Wasserkraftwerke versperrten zunehmend die wichtigen Zugänge zu den Laichgebieten, die Gewässer wurden schmutziger. Die Folgen schlagen sich in der nationalen Fangstatistik nieder, wie das Historische Lexikon der Schweiz aufzeigt.

1880 beliefen sich die Jahreserträge noch auf 22,5 Tonnen, 1932 bis 1959 waren es nur noch 128 Kilogramm. Die letzten Lachsfänge im Kanton Aargau sind in den 1950er-Jahren dokumentiert. Kurz darauf ist der Fisch in der Schweiz ausgestorben. 2008 ging in Basel wieder ein Lachs ins Netz – der erste Fang seit fünf Jahrzehnten. (Mbü)

Auf Wiedersehen! Die jungen Lachse schwimmen mithilfe der Schüler in die Freiheit.

100 Jahre später: WWF und Schüler setzen 3900 Lachse in den Magdenbach ein

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