Sommerpause
Von Jura bis Bali: Wohin es die Aargauer Regierung in die Ferien verschlägt

Urs Hofmann zieht es in den Süden, Susanne Hochuli bleibt für Ferien in der Schweiz, am weitesten weg zieht es Erziehungsdirektor Alex Hürzeler – die Ferienpläne des Aargauer Regierungsrats.

Mathias Küng
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Regierungsräte sind grundsätzlich 365 Tage im Jahr im Amt. Ferien beziehen können sie unter Berücksichtigung der anfallenden Arbeit und der Regierungssitzungen.

Regierungsräte sind grundsätzlich 365 Tage im Jahr im Amt. Ferien beziehen können sie unter Berücksichtigung der anfallenden Arbeit und der Regierungssitzungen.

az/key

Mit dem heutigen Tag bricht für viele die Sommerferienzeit an. Das gilt auch für die Aargauer Regierungsräte. Zu heftig Ferien mag aber keiner von ihnen machen. Sie sind zwischen einigen Tagen und zweieinhalb Wochen fort. Letzteres gilt beispielsweise für Landammann Urs Hofmann. Ihn zieht es in den Ferien meistens in den Süden. Das gilt auch dieses Jahr. Er wird in Südfrankreich und im Tessin anzutreffen sein. Er nimmt keine Arbeit mit in die Ferien. Dort freut er sich auf Baden, Lesen, Kultur und Faulenzen. Nächste Woche allerdings unterbricht er die Ferien, um am Donnerstag in Aarau die regierungsrätliche Botschaft zum neuen Finanz- und Lastenausgleich vorzustellen.

Frau Landstatthalter Susanne Hochuli, die aktuell im Asylbereich noch mehr gefordert ist als bisher, nimmt sich diesen Sommer nur tageweise frei und bleibt im Land. Sie geht wandern und lässt dabei die Akten ebenfalls im Büro. Wer weiss: Vielleicht twittert sie dann wieder über ihre Erlebnisse, wenn sie unterwegs ist.

Ferienbild aus Venedig in kühlerer Jahreszeit: Landammann Urs Hofmann mit seiner Frau Monika Graf und den erwachsenen Kindern Julian (ganz links), Lea und Elias. zvg

Ferienbild aus Venedig in kühlerer Jahreszeit: Landammann Urs Hofmann mit seiner Frau Monika Graf und den erwachsenen Kindern Julian (ganz links), Lea und Elias. zvg

Alex Hürzeler ziehts nach Bali

Am weitesten weg zieht es Erziehungsdirektor Alex Hürzeler: Er bricht für zwei Wochen Richtung Indischer Ozean auf, auf die Insel Bali. Auch er lässt die Regierungsakten daheim und freut sich auf aktive Erholung am Meer sowie auf kulturelle Ausflüge zum Kennenlernen von Land und Leuten.

Finanzdirektor Roland Brogli, der im August sein wohl schwierigstes Budget in seiner Laufbahn vorlegen muss, an dem noch heftig gearbeitet wird, nimmt sich nur tageweise frei. Er wandert in der Schweiz. Dazu kommt eine Städtereise in Europa. Wenn er freinimmt, will er ausspannen, lesen, geniessen und eben wandern. Er nimmt auch Arbeit mit in die freien Tage.

Wie Urs Hofmann wird Baudirektor Stephan Attiger im Süden anzutreffen sein. Er macht zwei Wochen Ferien und geniesst diese in Sardinien. Auch er kann es nicht lassen, Arbeit mitzunehmen, freut sich ansonsten aber auf Familienferien. Hoffen wir für Tochter Jasmin, dass vor allem Letzteres Trumpf ist.

Ebenfalls mit Arbeit bewehrt, entschwindet Staatsschreiber Peter Grünenfelder für zweieinhalb Wochen in den Jura und ans Mittelmeer. Er freut sich auf eine «sportlich-lukullische Gourmet-Tour im französischen Jura» und schliesslich auf Lesen am Strand und Baden im Mittelmeer.

Grundsätzlich 365 Tage im Amt

Eine gesetzliche Ferienregelung für Regierungsräte gibt es im Aargau übrigens nicht. Sie sind grundsätzlich 365 Tage im Jahr im Amt. Ferien beziehen können sie unter Berücksichtigung der anfallenden Arbeit und der Regierungssitzungen. Doch Ferien hin oder her: Die Regierungsräte müssen auch während ihrer Abwesenheit sicherstellen, dass jederzeit ein Regierungsentscheid gefällt werden kann, falls dies notwendig werden sollte. Die nächste ordentliche Regierungssitzung ist für den 12. August anberaumt.

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