Aargauer Regierung

Vom Emmental bis nach Sydney: So machen die Regierungsräte Ferien

Die Familie von Landammann Urs Hofmann auf einer Ferienreise vor dem Falstaff-Denkmal in Stratford upon Avon. Im Bild Urs Hofmann kniend und seine Frau Monika Graf rechts, mit den erwachsenen Kindern Julian, Elias und Lea (von links). Bild: zvg

Die Familie von Landammann Urs Hofmann auf einer Ferienreise vor dem Falstaff-Denkmal in Stratford upon Avon. Im Bild Urs Hofmann kniend und seine Frau Monika Graf rechts, mit den erwachsenen Kindern Julian, Elias und Lea (von links). Bild: zvg

Ob in Spanien, Australien oder mit dem Mini-Cooper durch die Sächsische Schweiz: Die Exekutive planen sehr unterschiedliche Exkursionen und Urlaubsattraktionen.

Der Grosse Rat verabschiedete sich schon letzte Woche in die politische Ferienpause. Die Kantonsregierung tagte diese Woche ein letztes Mal vor der Sommerferienpause. Jetzt kann auch sie einen Gang zurückschalten.

Die aktuell vier Regierungsräte verabschieden sich für zwei bis zweieinhalb Wochen vom Regierungsbüro. Staatsschreiberin Vincenza Trivigno ist drei Wochen unterwegs. Es zieht sie nach Australien – zum Wandern und Tauchen.

Transportmittel auf diese Distanz ist natürlich das Flugzeug: «Wir haben alles auf My climate kompensiert», sagt Trivigno dazu.

Traditionellerweise verbringt Landammann Urs Hofmann einen Teil seiner zweieinhalb Wochen Ferien im Süden. Diesmal nicht in Italien, sondern im Tessin. Anzutreffen sein wird er aber auch in Südfrankreich.

Angesagt sind Strand, Baden, Lesen und Ausflüge. Regierungsarbeit hat er nicht im Gepäck. Nach Südfrankreich geht es mit dem Flugzeug, da Hofmann am 12. Juli als Landammann traditionsgemäss am Lenzburger Jugendfest teilnehmen wird und die Hofmanns deshalb nicht direkt mit dem Zug bis Mailand ins Tessin fahren können. Ins Tessin und zurück gehts dann mit dem Zug.

Seine zwei Wochen Ferien verbringt Landstatthalter und Finanzdirektor Markus Dieth teilweise auch in Frankreich, teilweise im Emmental. Die Arbeit lässt er im Büro. Auf dem Programm stehen bei ihm Familienferien, eine Töfftour, Sport, Kultur und schlicht Genuss. Ins Emmental geht es mit dem Töff, nach Frankreich mit dem Auto, zu viert die ganze Familie zusammen. An die Fête des Vignerons gehts dann mit dem Zug.

Für eine Rundreise zum Kennenlernen von Land und Leuten zieht es Bildungsdirektor Alex Hürzeler in die Sächsische Schweiz in Deutschland. Auch er lässt die Arbeit zu Hause. Sicherheitshalber ist das iPad aber immer dabei.

Er und seine Frau bewältigen wie schon in den letzten Jahren ihre obligate zweiwöchige Sommerferien-Rundreise mit ihrem privaten Cabriolet Mini Cooper. Dazu gehören vor Ort je nach Situation auch Wanderungen zu Fuss oder Fahrten per Velo, Schiff, Berg-/Luftseilbahn, Bus, Eisenbahn, Metro oder gar Pferdekutsche.

Stephan Attiger nimmt Arbeit mit nach Spanien

Der Bau- und interimistische Gesundheitsdirektor Stephan Attiger fehlt im Büro ebenfalls zwei Wochen. Ihn und seine Familie – um sie soll sich in den Ferien alles drehen – zieht es nach Spanien. Er reist mit dem Flugzeug, hat das aber mit dem Kauf eines entsprechenden CO2-Zertifikats kompensiert, fliege also klimaneutral.

Attiger nimmt Arbeit mit. Das überrascht angesichts seiner aktuellen regierungsrätlichen Doppelbelastung nicht. Er habe aber schon vor dem Bekanntwerden von Franziska Roths Rücktritt aus der Regierung zwei Wochen Ferien eingeplant gehabt, diese also nicht gekürzt, sagt Regierungssprecher Peter Buri.

Eine gesetzliche Ferienregelung für Regierungsräte gibt es übrigens nicht. Sie sind grundsätzlich 365 Tage im Jahr im Amt. Ferien beziehen können sie laut Buri unter Berücksichtigung der anfallenden Arbeit und der Regierungssitzungen. Für den Fall, dass in der Ferienzeit ein wichtiger Entscheid nötig werden sollte, sei man gewappnet, versichert er: «Es ist sichergestellt, dass auch während der Ferienzeit jederzeit ein Regierungsentscheid gefällt werden kann, wenn dies notwendig ist.»

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