Keine fünf Minuten nimmt es in Anspruch und kostet im Vergleich zum Gewinn ziemlich wenig. Weil der Jackpot von Euro Millions bei der Ziehung am Dienstagabend nicht geknackt wurde, ist er nun prall gefüllt. 190 Millionen Euro, umgerechnet 229 Millionen Franken sind im Jackpot und werden morgen Freitag zum Gewinn bereit stehen.

Doch bis jetzt blieb der grosse Ansturm auf die Verkaufsstellen aus. Hossein Jahanabadi, Inhaber des Kioskes «Landjäger» in Aarau, weiss warum: «Ein solch hoher Betrag ist selten, trotzdem habe ich keinen Ansturm bemerkt. Ich glaube, das ist wegen der Sommerferien. Wären keine Ferien, kämen sicher mehr Leute.» Er hofft, dass am Freitag vor der Ziehung noch einige Kunden einen Euro Millions-Schein bei ihm ausfüllen werden.

Auch der Inhaber des Graben-Kioskes verzeichnete keinen grossen Ansturm. «Vor zehn Jahren war der Andrang bei einem solchen Jackpot noch viel grösser», sagt er.

Die Inhaberin des Kioskes Badenertor in Baden, Luise Leof, macht sich auf einen grossen Ansturm am Tag der Ziehung gefasst. Denn vor der letzten Ziehung am Dienstag wurde ihr Kiosk regelrecht überrannt. «Der Jackpot ist zwar sehr gross, aber ich frage mich, ob nicht auch 18 Millionen reichen würden?» Denn so viel Geld liegt im Moment im Jackpot von Swiss Lotto.

Noch bleibt ein Tag bis die Ziehung erfolgt. Bei der Kioskkette Valora sind noch keine offiziellen Zahlen bekannt, doch: «Ab einem Jackpot von rund 180 Millionen Franken verzeichnen wir im Euro Millions-Spiel jeweils eine signifikante Steigerung an Spieler, dann werden auch eher Personen angezogen, die nicht regelmässig spielen», sagt Stephanie Krieger, Sprecherin von der Kioskkette Valora.

Kunden haben viele Träume

Sonja Ravlija, Kundin am Kiosk, spielt zwar selten Euro Millions. Doch die 229 Millionen Franken fordern auch sie dazu auf, einen Schein auszufüllen. Sie hofft auf ein wenig Glück. Was sie mit dem Geld machen würde, weiss sie: «Ich würde zuerst Strassen bauen und dann würde ich meiner Familien, meinen Bekannten und Verwandten helfen, die es verdienen.» Und was für sie ganz wichtig wäre: «Ich würde niemandem erzählen, dass ich gewonnen habe.»

Auch Dejan Ivljanin besucht den Kiosk am Badenertor. Er spiele ab und zu Euro Millions, gewonnen habe er jedoch noch nie. Was er mit 229 Millionen Franken tun würde, weiss er noch nicht, klar ist: «Zuerst würde ich in die Ferien gehen.»

Am Freitagabend um 21.30 Uhr werden in Paris die Gewinnzahlen gezogen. Sollte es keinen Gewinner geben, wird der Jackpot nicht weiter erhöht werden, das Geld wird an diejenigen Spieler vergeben, die am besten getippt haben.

Was würden Kunden mit 229 Millionen Franken tun?

Was würden Kunden mit 229 Millionen Franken tun?