Tierwelt
Viele Biber haben sich im Aargau ein neues Revier gesucht

Im Kanton Aargau leben rund 270 Biber. Damit ist der Tierbestand in den vergangenen fünf Jahren konstant geblieben, wie eine Erhebung der Kantonsbehörden ergab. Viele Biber haben sich jedoch neue Lebensräume gesucht.

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Erstmals ist im Birsig ein Biber nachgewiesen worden

Erstmals ist im Birsig ein Biber nachgewiesen worden

Zoo Basel

Die Zahl der Reviere an Rhein, Aare und Limmat ging zurück, während an der Reuss und an Bächen mehr Biber leben als bei der letzten Bestandsaufnahme. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Magazins "Umwelt Aargau" des Kantons hervor.

Die Zunahme der Biber in der südlichen Kantonshälfte sei nicht ganz unerwartet. Vor rund 50 Jahren seien am Rhein und im Wasserschloss die ersten Biber ausgesetzt worden, steht im Bericht weiter.

Die Wiederbesiedlung des Aargaus sei von Norden her über den Rhein und die Aare erfolgt. Viele Gebiete an Rhein und Aare seien daher schon lange besiedelt.

Der Holziker Biber tappt in die Fotofalle:

Der Holziker Biber tappt in die Fotofalle
3 Bilder
Am Morgen danach waren die Spuren deutlich zu sehen.
Ertappt: Der Herr Biber.

Der Holziker Biber tappt in die Fotofalle

Hanspeter Haller

Die Staudämme des Eymatt-Bibers schaden dem umliegenden Land:

Die Staudämme des Eymatt-Bibers schaden dem umliegenden Land.
6 Bilder
Insgesamt hat der Biber drei Staudämme gebaut.
Neues Baumaterial für seine Dämme findet der Biber zu genüge.
Der Gemeinderat will nun Massnahmen ergreifen, um den Wasserspiegel zu senken.
Ob die beschlossenen Massnahmen ausreichen bleibt aber noch ungewiss.
Das Ackerland in der Nähe des Dammes leidet unter der Überwässerung.

Die Staudämme des Eymatt-Bibers schaden dem umliegenden Land.

Ury Byland

Ungewisse Zukunft in neuen Revieren

Altersbedingte Ausfälle, Verkehrsunfälle, Krankheiten und zum Teil auch die Übernutzung der spärlich vorhandenen Nahrungsgrundlage wie Weichhälzer könnten Faktoren für den Biberrückgang an diesen Gewässern im nördlichen Kantonsteil sein.

Ob und wie sich die Biber in Zukunft in den kleineren Seitengewässern der Flüsse halten und entwickeln könnten, werde sich zeigen. Zahlreiche Reviere in den Bächen seien zum Teil schon nach kurzer Zeit wieder verwaist, wie etwa die Reviere an Uerke, Bünz, Tägerbach und Eetelweiher.

Ein Biber macht sich in Villnachern gemütlich:

Gemäss Angaben des kantonalen Departementes Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) deutet einiges darauf hin, dass sich die Biber an vielen kleineren Gewässern im Aargau nur temporär halten können.

Es seien keine langfristige Ansiedlungen und somit Familienbildungen sowie Jungenaufzucht möglich. Im Vergleich mit den Flüssen würden die kleineren Gewässer offenbar schlechtere Lebensraumbedingungen bieten.

Thun hat einen neuen Stadtliebling – ein Biber: