Das Ziel ist klar: Die Bussen sollen so hoch sein, dass sie auf Litterer abschreckend wirken. Der Grosse Rat des Kantons Aargau ist deshalb der Regierung gefolgt und hat die Bussen kantonsweit einheitlich gestaltet. Vielerorts werden sie deshalb jetzt massiv erhöht.

Der Landwirt und Geschäftsführer des aargauischen Bauernverbandes fand an der Sitzung deutliche Worte: «Wer jetzt noch nicht weiss, was Littering anrichtet, ist ein Vollidiot», sagte Ralph Bucher (CVP). Angesichts der unverfrorenen Wegwerfpraxis sollen Fehlbare eine Busse von 300 Franken zahlen, sagte Bucher und folgte damit dem Vorschlag der Umweltkommission (UBV).

Am Ende nahm der Grosse Rat aber die Vorlage des Regierungsrats an. Darin ist eine einheitliche Busse von 100 Franken festgelegt.

Das sorgt für Verwirrung. Was gilt nun? 100 oder 300 Franken Busse?

Das Gesetz legt eine Busse von 100 Franken fest, das dafür einheitlich in allen Gemeinden. Jedoch: Wie viel ein Litterer am Ende tatsächlich bezahlen muss, das wird in einer sogenannten Verordnung festgehalten, denn die Bussen müssen von der Polizei verhängt werden können. 

Angesichts der Diskussion im Rat darf davon ausgegangen werden, dass die Bussen künftig 300 Franken betragen. Diese Zahl ist also richtig. (jk)