Diese Warnung steht in einem Mail, das momentan im Internet kursiert. Die Schlüsselanhänger seien mit einem GPS versehen, sodass die Diebe den Wohnort ihrer Opfer herausfinden können. Die Kriminellen hätten es auf wohlhabend aussehende Personen abgesehen. Und weil die Anhänger gut aussehen würden, nähmen die Opfer sie leicht, heisst es weiter im Mail.

Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, gibt Entwarnung: «Im Kanton Aargau ist kein solcher Fall bekannt», sagt er. Vom geschilderten Vorgehen wisse die Polizei noch nichts. Pfister wurde diese Woche schon einmal auf die GPS-Schlüsselanhänger angesprochen und liess deshalb beim Regionalen Lagezentrum des Polizeikonkordats Nordwestschweiz nachfragen. Aber auch in den Kantonen Bern, Baselstadt, Baselland und Solothurn sei das Phänomen bisher nicht bekannt, sagt Pfister.

Deshalb hat die Kantonspolizei noch keine Warnung herausgegeben. Das Mail, das im Internet kursiert, haben Private verschickt. Dass gewarnt wird, sei grundsätzlich gut, erklärt Pfister. Die Mitteilung müsse aber auf Tatsachen gestützt sein. Ausserdem soll die Polizei informiert werden, falls sich derartige Fälle wirklich ereignen, fordert er.

Vorgehen möglich, aber aufwendig

Laut Pfister sind Schlüsselanhänger mit eingebautem GPS technisch möglich. «Es ist aber fragwürdig, ob die Täter ein solch aufwendiges Verfahren anwenden.» Denn die Diebe würden erst noch beim Opfer einbrechen müssen, nachdem sie dessen Wohnort dank des Schlüsselanhängers ausgemacht hätten, erklärt Pfister. Vor Ort beobachten und bei einer günstigen Gelegenheit zuschlagen, das sei einfacher für die Diebe. (pom)