Asyl
Verstärkter Kampf gegen kriminelle Asylbewerber zeigt erste Wirkung

Erste Erfolge im Kampf gegen kriminelle Asylbewerber und Diebesbanden: Die Zahl der Straftaten im Bereich der Asylunterkünfte ist seit Ende Juli zurückgegangen. 30 Asylbewerber, die im Verdacht stehen, serienmässig geklaut zu haben, sitzen in U-Haft.

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Kriminelle Asylbewerber sollen künftig im Aargau auch ihr Handy abgeben.

Kriminelle Asylbewerber sollen künftig im Aargau auch ihr Handy abgeben.

Keystone

Namentlich die Fahrzeugaufbrüche, die im 1. Halbjahr 2012 um 150 Prozent zugenommen haben, seien deutlich zurückgegangen, schreibt die Regierung in einer Mitteilung. «Sie sind um einen Drittel zurückgegangen», präzisiert Regierungssprecher Peter Buri auf Anfrage der az.

Auch registriert der Regierungsrat positive Reaktionen aus der Bevölkerung. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung konnte verbessert werden, so die Regierung weiter.

Einsatz vom Zivilschutz: Rapport Ende September

Ende September führt die «Task Force» einen Informationsrapport mit den Zivilschutzorganisationen des Kantons durch.

Am Rapport sollen Möglichkeiten und Voraussetzungen für den Einsatz von Zivilschutzorganisationen zugunsten der öffentlichen Sicherheit in den Gemeinden vorgestellt werden. Dabei geht es in erster Linie um die Machbarkeit und Tauglichkeit solcher Einsätze.

Die Regierung verweist auf die guten Erfahrungen die in den 90er Jahren damti gemacht wurden. Nach einer Reihe von Dämmerungseinbrüchen wurden während der Wintermonate in verschiedenen Gemeinden Quartier-patrouillen mit Zivilschutzangehörigen eingesetzt.

Die zuständigen kommunalen Zivilschutzorgane werden aber selbst entscheiden, ob sie Patroullien einsetzen wollen. (rsn)

Wirkung entfaltet die engere Zusammenarbeit der Sonderstaatsanwälte mit den spezialisierten Ermittlungsgruppen der Kantonspolizei. Gegenwärtig sitzen 30 Personen in Untersuchungshaft. Sie werden beschuldigt, serienmässig Einbruchs- und andere Diebstahlsdelikte begangen zu haben.

130 Asylbewerber ausweisen

Das Amt für Migration und Integration (MIKA) hat seit dem 20. Juli 2012, seit der offiziellen Lancierung der Atkion «Crime Stop», 62 Ein- und Ausgrenzungen gegen-über Asylsuchenden angeordnet (Rayonverbote). Mehrheitlich wurde die Bewegungsfreiheit der Asylsuchenden auf einen Bezirk reduziert. Zusätzlich wurden sie von bestimmten Gemeinden ausgegrenzt, in denensich Hotspots befinden.

Zudem hat das MIKA beim Bundesamt für Migration (BFM) 130 Anträge gestellt, um die Asyl- und Wegweisungsverfahren von straffälligen Asylsuchenden zu beschleunigen. Für die konsequente Bearbeitung dieser Anträge ist zwischen dem BFM und dem MIKA eine besondere Organisation mit speziellen Koordinationspersonen und Prozessabläufen geschaffen worden.

Ab September zusätzliche Kontrollen

Ab 1. September 2012 wird ein spezielles Brennpunkelement der Kantonspolizei und der Regionalpolizeien eingesetzt (Einsatzgruppe sicherer Kanton Aargau: EG SIKA). Vor allem an den Hotspots und in anderen Gebieten mit besonderen Sicherheitsproblemenen wird dadurch der Kontrolldruck lageabhängig und flexibel weiter erhöht.