Oftringen

Verrückte Vision: Aargauer Wirtschaftsförderer will Autobahnkreuz überdachen

Schweizerkreuz: So sieht die Vision von Andreas C. Brändle aus. ZVG

Schweizerkreuz: So sieht die Vision von Andreas C. Brändle aus. ZVG

Andreas C. Brändle, regionaler Wirtschaftsförderer, hat eine verrückte Vision: Er möchte das Autobahnkreuz in Oftringen überdachen und darüber ein riesiges Zentrum bauen.

Bald ist es 50 Jahre her, dass in Oftringen das EO-Hochhaus gebaut wurde. «Ich kann mich gut erinnern, es war das einzige Hochhaus in der Region», sagt Andreas C. Brändle im Talk des «Zofinger Tagblatts». Es sei gleichzeitig ein Wahrzeichen gewesen, «dass man an die Zukunft geglaubt hat», sagt der regionale Wirtschaftsförderer. «Es war ein Leuchtturm für unsere Region, der den Zukunftsglauben übermittelt hat.»

Ein solches Symbol könnte man heute wieder brauchen, meint Brändle. Ihm schwebt vor, beim Autobahnkreuz die Strassen zu überdecken und so neuen Boden zu schaffen. Heute sei das Autobahnkreuz vor allem von Parkplätzen und ein paar Einkaufszentren umgeben. Auf dem Areal könnte etwas völlig Neues entstehen – als «Wahrzeichen des Mittellandes». Brändle will mit seiner Idee vor allem auf das «riesige städtebauliche Problem» hinweisen. Man müsse überlegen, wie man den Boden langfristig einer Nutzung zuführen könne, die Sinn mache. Parkplätze seien die «dümmste Bodennutzung, die man überhaupt machen kann».

Die unten stehende Folie aus einem Vortrag Brändles veranschaulicht, was ihm mit der Vision «Schweizerkreuz» vorschwebt: Ein überdachtes Autobahnkreuz mit einem Zentrum für Einkaufs-, Wohn- und Arbeitsflächen nach dem Vorbild von «Westside» in Bern. Im Einzugsgebiet des 150'000 Quadratmeter grossen Zentrums leben mehr als eine Million Menschen, rechnet der Wirtschaftsförderer vor.

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