Oftringen

Vermisster 94-Jähriger im Spital verstorben

Vermisster 94-Jähriger kurz nach Rettung im Spital verstorben

Vermisster 94-Jähriger kurz nach Rettung im Spital verstorben

Nach der drei-tägigen Suche hat ein Suchhund am Samstagnachmittag Hans D. in Oftringen lebendig gefunden. Die zwei Nächte im Freien haben den 94-Jährigen aber offenbar so geschwächt, dass er kurz nach der Rettung im Spital trotzdem verstorben ist.

Ein dementer Senior, der vermisst wurde, hatte zwei Tage im Freien überlebt. Nun ist er im Spital verstorben

Polizei und Feuerwehr suchten drei Tage lang mit einem Grossaufgebot nach einem 94-jährigen Rentner. Am vergangenen Donnerstag lief der demente Mann beim Einkaufen seiner Frau davon und tauchte nicht mehr auf. Nach zwei Nächten im Freien fanden ihn die Rettungskräfte am Samstagnachmittag lebend auf.

Der Senior, der an Demenz leidet, hatte sich am Donnerstagmorgen im Einkaufszentrum EO Tychboden Oftringen unbemerkt zu Fuss entfernt. Seine Angehörigen meldeten den Mann am frühen Nachmittag als vermisst. Bereits am Donnerstag wurden verschiedene Suchmassnahmen ausgelöst. Sie blieben ohne Erfolg und mussten am Abend eingestellt werden. Die Suche wurde am Freitag mit Polizeihunden und einem Helikopter fortgesetzt.

Vermisstmeldung brachte zuerst keinen Erfolg

Die Kantonspolizei Aargau gab am Freitag eine Vermisstmeldung heraus. Doch diese führte vorerst nicht zum Erfolg, der desorientierte Mann wurde nicht gefunden.

Nach 3-tägiger Suche: 94-jähriger Rentner aus Oftringen wieder gefunden

Nach 3-tägiger Suche: 94-jähriger Rentner aus Oftringen wieder gefunden

Die Polizei und die Feuerwehr suchten drei Tage lang mit einem Grossaufgebot nach einem 94-jährigen Rentner. Am vergangenen Donnerstag lief der demente Mann beim Einkaufen seiner Frau davon und tauchte nicht mehr auf. Nach zwei Nächten im Freien finden ihn die Rettungskräfte heute Nachmittag lebendig auf.

Am Samstag suchten laut einem Beitrag von Tele M1 rund 25 Feuerwehrleute mit Wärmebildkameras nach dem Mann. Es war zu befürchten, dass der Vermisste allenfalls im nahen Tychbach ertrunken sein könnte. Die Suche sei sehr belastend, sagte Fernando Volken, Kommandant der Feuerwehr Oftringen, gegenüber dem Regionalsender: «Man muss davon ausgehen, dass auch der schlimmste Fall eintreten kann und wir den Vermissten nicht mehr lebend auffinden.»

Am frühen Nachmittag dann die Überraschung: Eine private Hundeführerin, die sich der Suchaktion freiwillig angeschlossen hatte, stiess auf dem Areal eines Gewerbebetriebs auf den Vermissten, wie die Kantonspolizei mitteilte. Der Mann lag auf der Verladerampe einer Firma im Industriegebiet, offensichtlich hatte er zwei Nächte im Freien verbracht und überlebt.

«Wir sind sehr erstaunt, dass wir diesen hochbetagten Mann lebend gefunden haben», sagte Bernhard Graser, der Sprecher der Kantonspolizei, gegenüber Tele M1. Dies umso mehr, als es in den Nächten relativ kalt gewesen sei und auch intensiv geregnet habe. Der Vermisste wurde nach der Rettung umgehend per Ambulanz ins Spital gebracht.

Wie schwer die zwei Nächte im Freien ihm zugesetzt hatten, war dann noch unklar. Nur einen Tag später, am Sonntag, nahm der Fall eine tragische Wendung: Wie Tele M1 berichtet, verstarb der Senior im Spital.

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