Verkehrsprojekt
Erste Reaktionen zum Projekt «Oase»: Das kritisieren linke Parteien

Was sagen die Parteien zum Oaske-Konzept der Regierung? Erste Reaktionen von Mitte und Links fallen kritisch aus. Die GLP fordert gar eine vollständige Überarbeitung.

Mathias Küng
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So könnte es in Brugg zwischen Bahnhof, Einkaufszentrum und Hightech Zentrum nach der Zentrumsentlastung dereinst aussehen.

So könnte es in Brugg zwischen Bahnhof, Einkaufszentrum und Hightech Zentrum nach der Zentrumsentlastung dereinst aussehen.

Bvu

Bis Redaktionsschluss lagen die Reaktionen von drei Kantonalparteien von links und von der GLP vor, die allesamt sehr kritisch ausfallen. In ihrer Mitteilung stellt die SP Aargau das Konzept Ostaargauer Strassenentwicklung «Oase» in Frage.

Dieses «Strassenausbauprojekt aus vergangener Zeit» bringe Mehrbelastungen im Agglomerationsraum für die Bevölkerung der Regionen Brugg und Baden, schreibt sie. Den Plan der Aargauer Regierung, den Brugger Ast im kantonalen Richtplan «trotz starker Bedenken aus den direkt betroffenen Regionen festzusetzen», lehnt die SP ab.

Grossrat Martin Brügger fordert dazu: «Die Verkehrsplanung im Ostaargau muss auf eine neue Grundlage gestellt werden. Das Risiko, durch das Oase-Projekt Mehrverkehr zu fördern, ist offensichtlich.» Der Raum Siggenthal und die Region Brugg seien schon heute mit hohem Aufkommen von auswärtigem Durchgangsverkehr belastet und würden mit der Umsetzung der Oase noch weiter beansprucht. Wie im Raum Siggenthal sei auch im Raum Brugg das Risiko von künftigem Mehr- und Schwerverkehr aus dem unteren Aaretal zu erwarten.

Grüne wehren sich gegen Vorziehen von Brugg-Windisch

Die Regierung schlage vor, die Festsetzung im kantonalen Richtplan im Rahmen der «Oase» für die Region Brugg- Windisch vorzuziehen, halten die Grünen in einer Mitteilung fest. Dies, nachdem die aktuelle Projektierung «im Raum Baden am Widerstand der dortigen Bevölkerung gescheitert» sei. Damit verstärke sich die Befürchtung, dass bei einem allfälligen Verzicht auf die Umfahrungsprojekte im Raum Baden, sich der Verkehr auf die Region Brugg-Windisch fokussiere.

Dann würde noch viel mehr Schwerverkehr als bereits heute vom süddeutschen Raum und der Autobahn A1 durch den Raum Brugg-Windisch geleitet, befürchten die Grünen. Ein grosser Teil der betroffenen Bevölkerung, unterstützt von mehreren Grossrätinnen und Grossräten, wehre sich gegen diese Aufsplittung. Es brauche ein regionales, nicht ein lokales Vorgehen, so die Grünen.

Ihr Fazit: «Wir sagen Nein zum Vorhaben des Regierungsrats die Festsetzung der Oase im Raum Brugg-Windisch in den kantonalen Richtplanung vorzuziehen!»

Die GLP fordert eine vollständige Überarbeitung

Das Projekt müsse aus ihrer Sicht vollständig überarbeitet werden, fordert die GLP. Dabei sei darauf zu achten, dass das Gesamtverkehrskonzept ein solches bleibt, fordert sie. Durch eine vorzeitige Festsetzung des Brugger Astes im Richtplan werde das Projekt «aufgebrochen». Der Durchgangsverkehr werde im angedachten Vorhaben auf den Raum Brugg/Windisch konzentriert, eine Lastenteilung erfolge nicht. Dies muss aus Sicht der Grünliberalen geändert werden.