Strassenverkehr

Verkehrsprobleme im Ostaargau: Die Varianten für Lösungen liegen vor

Brugg leidet besonders stark unter dem Durchgangsverkehr. Hier die stark befahrene Neumarkt-Kreuzung.

Brugg leidet besonders stark unter dem Durchgangsverkehr. Hier die stark befahrene Neumarkt-Kreuzung.

Das Untere Aaretal soll an die Autobahnen A1/A3 angebunden werden und damit die Agglo Baden/Brugg entlasten. Die Projektkosten betragen bis zu 550 Millionen Franken.

Der Kanton Aargau will die Verkehrsströme in den Regionen Baden, Brugg und Unteres Aaretal in geordnete Bahnen lenken. Mehrere Vorschläge, wie das Verkehrsaufkommen im Jahr 2040 bewältigt werden könnte, liegen auf dem Tisch. Die Kosten für die Strassenbauprojekte betragen 150 bis 550 Millionen Franken.

Das am Freitag in Brugg von Baudirektor Stephan Attiger (FDP) präsentierte Gesamtverkehrskonzept "Ostaargauer Strassenentwicklung" (OASE) zeigt Varianten auf.

«Die Erreichbarkeit ist ein wichtiges Gut»: Regierungsrat Attiger über die Grundgedanken hinter dem Verkehrsprojekt «Oase».

«Die Erreichbarkeit ist ein wichtiges Gut»: Regierungsrat Attiger über die Grundgedanken hinter dem Verkehrsprojekt «Oase».

Es geht darum, das Untere Aaretal an die Autobahnen A1/A3 anzubinden und die Agglomerationen Baden und Brugg vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten.

Im Raum Baden/Wettingen stehen die Umfahrung Baden West mit oder ohne Anschluss an die Mellingertrasse (440 Millionen Franken) sowie der Martinsbergtunnel (550 Millionen Franken) zur Diskussion.

«Raum schaffen für den Fuss- und Radverkehr»: Carlo Degelo, Leiter Sektion Verkehrsplanung beim Kanton.

«Raum schaffen für den Fuss- und Radverkehr»: Carlo Degelo, Leiter Sektion Verkehrsplanung beim Kanton.

Im Raum Brugg/Windisch liegen die Varianten Nordumfahrung Windisch tief mit Spange Aufeld (150 Millionen Franken) und die Südostumfahrung Windisch mit neuer Aarequerung (350 Millionen Franken) auf dem Tisch.

«Wunschlösungen sind nicht immer Bestlösungen»: Daniel Moser, Präsident Planungsverband Brugg Regio, mit der Brugger Sicht auf das Verkehrsprojekt.

«Wunschlösungen sind nicht immer Bestlösungen»: Daniel Moser, Präsident Planungsverband Brugg Regio, mit der Brugger Sicht auf das Verkehrsprojekt.

Im Herbst 2013 hatte der Regierungsrat das lange diskutierte Projekt für den Baldeggtunnel mit Umfahrung Untersiggenthal auf Eis gelegt. Hauptgrund war das ungenügend Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Suche nach der besten VarianteIm kantonalen Richtplan soll letztlich nur eine Variante pro Region festgesetzt werden. Auf den entlasteten Flächen sollen der Fuss- und Veloverkehr gefördert und auch der öffentliche Verkehr auf der Strasse gestärkt werden.

«Zuverlässiger, nicht schneller», Felix Binder, Präsident Planungsverband Zurzibiet, spricht für seine Region.

«Zuverlässiger, nicht schneller», Felix Binder, Präsident Planungsverband Zurzibiet, spricht für seine Region.

Die Abklärungen zum Konzept OASE zeigten auf, dass im Grossraum Baden eine leistungsfähige A1 für den Verkehr auf dem Kantonsstrassennetz von grösster Bedeutung ist. Es sei jedoch absehbar, dass die Autobahn im Jahr 2040 trotz Sechs-Spurausbaus grössere Kapazitätsprobleme haben werde, hiess es.

Alle können mitreden

Im Frühling will der Regierungsrat das Verfahren für den Richtplan starten. Die drei betroffenen Regionalplanungsverbände, die Gemeindebehörden und die Öffentlichkeit könnten sich mindestens zweimal zu den präsentierten Varianten äussern, hiess es.

Letztlich wird der Grosse Rat je eine Variante pro Region im Richtplan festsetzen. Danach will der Kanton die Planung für die Strassenbauprojekte starten. Das Parlament wird über jedes Projekt und die Millionenkredite entscheiden.

Mehr zum Projekt OASE sehen Sie hier.

Baden und Brugg sollen von Staus entlastet werden

Baden und Brugg sollen von Staus entlastet werden (Tele M1, März 2015)

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