Coronakrise

Verbot wird gelockert: Besuche in Aargauer Heimen wieder erlaubt – in Spitälern noch nicht

Angehörige im Altersheim dürfen ab Montag wieder besucht werden.

Angehörige im Altersheim dürfen ab Montag wieder besucht werden.

Das grundsätzliche Besuchsverbot in Aargauer Heimen wird nächsten Montag aufgehoben. Ob man seine Angehörigen allerdings wieder besuchen kann, hängt von den einzelnen Heimen ab. Es gelten zudem strikte Auflagen. In Spitälern gilt, abgesehen von begründeten Einzelfällen, nach wie vor das Besuchsverbot.

Angehörige in Heimen, Rehakliniken oder Psychiatrien können, dort wo es möglich ist, bald wieder besucht werden. Aus dem grundsätzlichen Besuchsverbot im Aargau wird ein kontrolliertes Besuchsrecht. Das teilte die Aargauer Staatskanzlei am Freitag mit.

Ob Besucher wieder empfangen werden, das entscheiden die Heime selbst. Und wenn sie es tun, gelten strikte Auflagen. Besucher müssen sich anmelden und – zwecks Rückverfolgbarkeit – registrieren. Weiter ist eine Gesundheits-Checkliste auszufüllen. Der Besuch hat zudem in kontrollierten und geschützten Begegnungszonen stattzufinden. Die Hygiene- und Schutzmassnahmen des Bundes sind zudem Pflicht. Um all diese Massnahmen einzuhalten, haben die einzelnen Institutionen ein Besuchskonzept zu erstellen.

Nicht betroffen von der Lockerung sind die Spitäler. In diesen sind Besuche nach wie vor verboten. Ausnahmen kann die Spitalleitung bewilligen.

Konkret gelten für die einzelnen Institutionstypen die folgenden Regeln:

Akutspitäler:

Besuche in Spitälern sind nach wie vor grundsätzlich verboten. In sachlich begründeten Fällen – generell oder im Einzelfall – kann die Spitalleitung Besuche bewilligen, etwa für Eltern von hospitalisierten Kindern, Partner von Gebärenden beziehungsweise Wöchnerinnen oder die nächsten Angehörigen von Sterbenden. Öffentlich zugängliche Restaurants oder Cafeterias bleiben für Externe geschlossen.

Rehakliniken:

Es gilt ein kontrolliertes Besuchsrecht, sofern die Klinikleitung aufgrund des Patientenguts und der aktuellen Situation eine Lockerung als vertretbar erachtet. Andernfalls gilt die Regelung analog zu den Akutspitälern. Die öffentlich zugänglichen Restaurants oder Cafeterias dürfen mit Schutzkonzept öffnen, sofern die Klinikleitung aufgrund des Patientenguts und der aktuellen Situation eine Öffnung als vertretbar erachtet.

Psychiatrie:

Es gilt ein kontrolliertes Besuchsrecht. Die öffentlich zugänglichen Restaurants oder Cafeterias dürfen mit Schutzkonzept öffnen, sofern die Klinikleitung aufgrund der aktuellen Situation eine Öffnung für die Patientinnen und Patienten als vertretbar erachtet.

Pflegeheime:

Es gilt ein kontrolliertes Besuchsrecht, sofern die Heimleitung aufgrund der aktuellen Situation eine Lockerung als vertretbar erachtet. Andernfalls gilt weiterhin ein grundsätzliches Besuchsverbot mit der Möglichkeit, dass die Heimleitung – generell oder im Einzelfall – in sachlich begründeten Fällen Besuche bewilligen kann, damit zum Beispiel Angehörigen eine sterbende Person besuchen können. Für die ausnahmebewilligten Personen kommt die Regelung zum kontrollierten Besuchsrecht zur Anwendung.
Die öffentlich zugänglichen Restaurants oder Cafeterias dürfen mit Schutzkonzept öffnen, sofern die Heimleitung aufgrund der aktuellen Situation eine Öffnung als vertretbar erachtet. (mgt)

Meistgesehen

Artboard 1