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Wegen Zertifikatspflicht: «Pro Specie Rara» sagt Tier-Expo in Brunegg ab

Die Ausstellung mit den seltenen Tierrassen im Oktober findet nicht statt. Viele freiwillige Helferinnen und Helfer haben abgesagt, weil sie ein Zertifikat hätten vorweisen müssen.

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Die Tier-Expo in der Vianco-Arena in Brunegg findet dieses Jahr nicht statt. Im Bild: Die Tier-Expo 2011.

Die Tier-Expo in der Vianco-Arena in Brunegg findet dieses Jahr nicht statt. Im Bild: Die Tier-Expo 2011.

Adrian Hunziker / AGR

Am 2. und 3. Oktober hätte in der Vianco-Arena in Brunegg die «Nationale Schau der gefährdeten Rassen» stattfinden sollen. In den Jahren 2006, 2011 und 2016 hatte die Tier-Expo jeweils über 15'000 Besucherinnen und Besucher nach Brunegg gelockt.

Auch dieses Jahr wäre der Anlass möglich gewesen. Grossveranstaltungen sind trotz Corona erlaubt. Doch «Pro Specie Rara», die Schweizerische Stiftung für kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren, sieht sich gezwungen, den Anlass absagen.

Schuld ist das Covid-Zertifikat. «Die Tier-Expo begann zu wackeln, als wir alle Rassevereine informierten, dass das für Grossveranstaltungen vorgeschriebene Schutzkonzept eine Zertifikatspflicht beinhaltet», wird OK-Präsident Philippe Ammann in einer Mitteilung zitiert.

Zu viele wollten sich nicht testen lassen

Dadurch hätten nur geimpfte, getestete oder genesene Personen an der Veranstaltung teilnehmen können. Das ging vielen zu weit: Laut Mitteilung «erodierte nach und nach ein guter Teil der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer». Etliche bereits gemeldete Helferinnen und Helfer seien nicht bereit gewesen, sich testen zu lassen, heisst es in der Mitteilung. Auch der zunehmende Respekt vor den wieder anziehenden Fallzahlen habe die Helferlisten schmelzen lassen.

Zudem sagten immer mehr Tierhalterinnen und Tierhalter ab. Dass letztlich ganze Vereine absagen mussten und somit deren Rassen und Infostände gefehlt hätten, sei ein weiterer Grund für den «bitteren Entscheid» gewesen, die Tier-Expo abzusagen. Schliesslich sollten die Besucherinnen und Besucher an den beiden Tagen alle 32 Rassen erleben können. (az)

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