Kriminalität
Vandalismus im Aargau: Was treibt Jugendliche zur Zerstörungswut?

Fast täglich wurden zuletzt irgendwo im Aargau grobe Sachbeschädigungen gemeldet. Wer meist die Täter sind, was sie dazu bringt und was sich aus Sicht der Jugendarbeit ändern müsste.

Mario Fuchs
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Vandalismus-Akte im Aargau
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«Einfach nur noch deprimierend»: Demolierter Platz der Waldspielgruppe Müsli in Aarau Rohr.
Grosser Sachschaden: eingeschlagenes SBB-Wartehäuschen am Bahnhof Neuenhof.
Wüste Schmierereien in Aarburg.
Ein beschädigtes Auto in Aarburg.
Sprayerei in Oftringen
Velos in Othmarsingen beschädigt
Die Sprayer dieser Schmierereien in Wohlen wurden auf frischer Tat ertappt.
Baden.
Lenzburg.
Neuenhof.
Schneisingen.
Full-Reuenthal.
Baden.
Möriken.
Buchs.
Auw.
Birrwil.
Schöftland.
Staufen.
Aarau.

Vandalismus-Akte im Aargau

Mario Fuchs

Hier im Feld ob Dintikon, an der Strasse nach Ammerswil, ist das Gras grün und die Sicht weit. Aus der Wiese ragen schwarze Tafeln mit weissen Nummern. 300 Meter weiter unten thront auf einem Hügel ein Symbol der Souveränität, oder, wenn man so will, eine Filiale des grössten Trainingscenters der Schweiz: der Schützenstand.

Urs Gloor ist konsterniert, lässt den Kopf hängen. Der Präsident der Feldschützen Dintikon öffnet die Tür zum Technikraum unter dem Scheibenstand. Es riecht nach Rauch. Die Wände sind russgeschwärzt. Installationen aus Kunststoff und drei der Zielscheiben hängen geschmolzen an der Wand.

Am Boden liegen Teile der Isolation, verkohlte Gartengeräte, ein grosser Stein, mit dem die Tür eingeworfen worden war. Gloor, Fäuste in den Hosensäcken vergraben, sagt: «Wut. Entsetzen. Unverständnis. Das nimmt dir einfach die Freude am Amt, wenn du immer wieder so etwas antreffen musst.» Vor zwei Wochen waren im Schützenstand unten eine Scheibe und die Aussenbeleuchtung eingeschlagen worden, letzten Herbst hatte jemand mit grüner Farbe das Haus besprayt. «Einfach kaputt», murmelt Gloor und hebt eine der versengten Zielscheiben an. «Das verstehe ich nicht mehr.»

Nicht alles gibt eine Meldung

In den letzten Tagen folgten die Meldungen Schlag auf Schlag: Scheiben des «Buurelädelis» in Spreitenbach eingeschlagen, SBB-Wartehäuschen und Bahnhofsuhr in Neuenhof mutwillig beschädigt, Treffpunkt der Waldspielgruppe «Müsli» in Aarau Rohr zerstört. Zum wiederholten Mal. «Das ist einfach nur noch deprimierend», sagt Spielgruppenleiterin Susanne de Caira.

Und auch gestern Dienstag wieder: Die Jagdgesellschaft Buchs-Suhret hatte neue Hochsitze zur Verteilung im Revier zwischengelagert, einer wurde umgeworfen und zusammengeschlagen. Überall dasselbe Bild: grosser Sachschaden und riesiger Ärger – null Sinn erkennbar. Und das sind nur die Ereignisse der vergangenen Tage. Eine Auswertung der Mitteilungen der Aargauer Kantonspolizei zeigt im letzten Kalenderjahr 26 Fälle, also im Schnitt zwei pro Monat.

In Fällen wie jenem der Waldspielgruppe in Aarau Rohr oder des Bahnhofs in Neuenhof erfolgt gar keine Polizeimeldung. Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, sagt: «Wir könnten jeden Tag über irgendwelche Sprayereien berichten.» Eine Meldung an die Öffentlichkeit erfolge nur, wenn ein Zeugenaufruf sinnvoll erscheine, eine Tat besonders verwerflich sei oder eine Gefährdung für die Allgemeinheit bestanden habe, etwa bei einem Brand in einer Wohngegend.

Häufig eine Gruppendynamik

Eine Quantifizierung aller Fälle ist laut Graser nicht möglich. Der Grund: Vandalismus wird nicht separat erfasst, sondern fällt unter den häufigen Straftatbestand Sachbeschädigung. Entsprechend könne man keine Statistik führen. Polizeisprecher Graser geht nicht davon aus, dass die Fälle zugenommen haben.

Vandalismus komme immer wieder vor, sei somit aus Sicht der Polizei ein Dauerthema, kein neues Phänomen. «Eher stellen wir jeweils einen saisonalen Anstieg fest. In den wärmeren Monaten halten sich vermehrt Jugendliche draussen auf, um Alkohol zu konsumieren und zu kiffen.» Dies seien die häufigsten Treiber von Vandalenakten. Aus Einvernahmen wisse man, dass meistens eine gewisse Gruppendynamik entstehe: «Jemand macht es vor, andere machen es nach, und die, die es eigentlich nicht gut finden, haben nicht genug Mut, einzuschreiten.»

Aktuelle Polizeibilder:

Arisdorf (BL), 31. Mai Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Basel verlor am Mittwochabend ein 27-jähriger Lenker nach dem Arisdorftunnel die Herrschaft über sein Fahrzeug und kollidierte mit der Mittelleitplanke. Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug erlitt Totalschaden.
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Ellighausen (TG), 27. Mai Am Montagmorgen ist in Ellighausen ein Auto in Brand geraten. Der 22-jährige Fahrer versuchte erfolglos, mit einem Handfeuerlöscher die Flammen einzudämmen. Er blieb unverletzt.
Untersiggenthal (AG), 26. Mai Ein 64-jähriger Lenker ist am Samstagnachmittag in Untersiggenthal auf die Gegenfahrbahn geraten und mit zwei entgegenkommenden Autos kollidiert. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt.
Zofingen (AG), 25. Mai Ein 24-jähriger Autofahrer ist am frühen Freitagmorgen besoffen mit seinem Dodge-SUV in einen Baumstrunk gefahren. Er verletzte sich beim Selbstunfall nur leicht. Den Führerausweis – und ein Vorerrad am Auto – ist er aber vorläufig los.
Beinwil (SO), 25. Mai Aus noch ungeklärten Gründen kam ein 81-jähriger Autolenker beim Kreuzen eines entgegenkommenden Sattelschleppers von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einer Mauer und überschlug sich in der Folge.
Hausen am Albis (ZH), 24. Mai Ein 44-jähriger Lenker geriet in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Auto, das von einem 27-Jährigen gesteuert wurde. Beide mussten verletzt in ein Spital gebracht werden. Beim 44-Jährigen konnten aber Anzeichen für Alkoholkonsum festgestellt werden.
Würenlingen (AG), 24. Mai Beim Zusammenstoss zwischen einem Sattelschlepper und einem Ford Fiesta ist der Autolenker schwer verletzt worden. Ein Rettungshelikopter flog den Mann (78) ins Universitätsspital Zürich. Er hatte auf der Kantonsstrasse, im Bereich zweier Feldwege, gewendet. Der Lastwagen, der aus derselben Richtung kam, kollidierte daraufhin mit dem Ford.
Binningen (BL), 24. Mai Beim Abbiegen aus einer Stoppstrasse, übersah ein 80-jähriger Autofahrer einen Wagen. Die beiden prallten ineinander. Zwei Personen wurden verletzt.
Niederrohrdorf (AG), 23. Mai Glück gehabt: Bei diesem Unfall blieb es bei einem Blechschaden. Zwei Autos waren innerhalb eines Kreisels in Niederrohrdorf aufeinander geprallt.
Oberbuchsiten (SO), 23. Mai In der Nacht brannte es in der Einstellhalle eines Neubaus. Verletzt wurde niemand. In der Einstellhalle befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Fahrzeuge.
Oftringen (AG), 22. Mai Weil ein Gabelstapler zu weit in die Strasse ragte, kam es am Dienstagnachmittag in Oftringen zu einem Unfall – ein Auto prallte auf die Gabel des Arbeitsgeräts und erlitt Totalschaden. Die Fahrerin des Wagens kam mit leichten Kopfverletzungen davon.
Birsfelden (BL), 22. Mai Am Dienstag kurz vor 17 Uhr ereignete sich auf der Birseckstrasse in Birsfelden eine Kollision zwischen einem Roller und einem Personenwagen. Dabei wurde die Rollerfahrerin erheblich verletzt.
Seon (AG), 22. Mai Am Dienstagabend stiessen auf einer Nebenstrasse in Seon zwei Autos frontal zusammen. An beiden Autos entstand Totalschaden – die zwei Fahrer zeigten im Spital jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen. Beim Unfallverursacher handelt es sich um einen Neulenker.
A3 Horburgtunnel (BS), 21. Mai Am Montagabend verlor ein Neulenker im Horburgtunnel auf der A3 – unmittelbar vor der Ausfahrt Riehenring – die Kontrolle über sein Auto und prallte mit ihm in die rechte Tunnelwand. Dabei verletzte sich der 21-Jährige leicht, seine Mitfahrerin blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Sissach (BL), 22. Mai In der Nacht von Sonntag auf Montag, ab Mitternacht, wurden durch eine unbekannte Täterschaft eine grosse Anzahl Personenwagen mutwillig beschädigt. Es entstand beträchtlicher Sachschaden, die Polizei Baselland sucht Zeugen.
Scherzingen (TG), 20. Mai Keine Chance: Die Beifahrerin des Unfallverursachers starb noch auf der Unfallstelle. Der Lenker war durch aggressives Fahren und zu hohes Tempo aufgefallen. Beim Überholen eines anderen Autos auf der Abbiegespur prallte sein Wagen in einen Kandelaber. Er hob ab und wurde auf die Gegenfahrbahn in ein korrekt fahrendes Auto geschleudert. Drei Personen wurden schwer verletzt.
A6/Biel (BE), 18. Mai Bei einer heftigen Kollision dreier Fahrzeuge auf der Autostrasse A6 sind zwei Lenker verletzt worden.
Lenzburg (AG), 20. Mai Ein Quadfahrer ist ausgangs Lenzburg auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einem Autofahrer zusammengestossen. Er wurde schwer verletzt und musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.
Wohlen (AG), 19./20. Mai Jugendliche Vandalen haben nachts in Wohlen gewütet: Sie zündeten mehrere Container an und schlugen Eingangstüre sowie eine Scheibe des Kindergartens ein. Die Polizei hat einen 17-Jährigen festgenommen.
Arisdorf (BL), 18. Mai In der Nacht von Donnerstag auf Freitag verursachte ein Fahrzeuglenker in alkoholisiertem Zustand auf der Blauenrainstrasse in Arisdorf einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand.
Rothrist (AG), 18. Mai Weil er unerwartet einem Fussgänger ausweichen musste, baute ein 45-jähriger Fahrer in Rothrist einen Selbstunfall. Am Auto entstand Totalschaden.
Auw (AG), 17. Mai Ein BMW hat zwischen Sins und Auw dichten schwarzen Qualm ausgestossen. Ein Töfffahrer verlor die Sicht und stürzte. Der Skoda hinter ihm kollidierte mit dem Motorrad. Der Töfffahrer kam mit leichten Blessuren davon.
Oberentfelden (AG), 17. Mai Ein 45-jähriger Autofahrer verursacht auf der A1 übermüdet einen Selbstunfall. Er bleibt unverletzt, sein Volvo wird jedoch beträchtlich beschädigt. Am Tag zuvor verursachte bereits eine 22-Jährige auf der A2 einen Unfall, weil sie eingenickt war. Auch sie blieb unverletzt.
Raron (VS), 16. Mai Ein Helikopter der Air Zermatt kollidierte mit einer Stromleitung und landete im Steineji-See, auch "Volki-Gilla" genannt. Der Pilot wurde mit leichten Verletzungen hospitalisiert
Fehren (SO), 15. Mai In der Nacht auf sind in Fehren zwei Personenwagen frontal kollidiert. Alle vier Fahrzeuginsassen wurden dabei mittelschwer bis schwer verletzt.
Wolfhalden (AR), 15. Mai Eine in Richtung Dorf Wolfhalden fahrende 22-jährige Automobilistin geriet im Bereich Lippenrüti auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem korrekt entgegenkommenden Personenwagen.
Bellikon (AG), 14. Mai Ein Betrunkener hat die Kontrolle über sein Auto verloren und ist damit gegen eine Mauer geprallt. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Den Führerschein musste er abgeben.
Neuenhof (AG), 14. Mai Ein Selbstunfall eines Sattelschleppers auf der A1 kurz nach dem Bareggtunnel bei Neuenhof AG hat während Stunden grosse Staus in beide Richtungen verursacht. Der 58-jährige Unfallfahrer blieb unverletzt.
Kaisten (AG), 14. Mai Von einem Schopf breiteten sich Flammen auf ein Einfamilienhaus aus und richteten grossen Schaden aus. Die Löscharbeiten dauerten gegen drei Stunden.
Hellikon (AG), 14. Mai Bei einem Zusammenstoss zweier Autos ist eine 69-jährige Fahrerin schwer verletzt worden. Sie musste durch Einsatzkräfte der Feuerwehr geborgen werden.
Bözberg (AG), 13. Mai 19-jähriger Neulenker fährt in Bözberg in einen Schopf – fünf Personen werden verletzt.
Matran (FR), 13. Mai In einem auf der Autobahn A12 ausser Kontrolle geratenen Auto wurde der 30-jährige Beifahrer lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer, ebenfalls verletzt, war alkoholisiert unterwegs.
Dintikon (AG), 12./13. Mai Unbekannte sind bei der Schiessanlage Dintikon gewaltsam in den Scheibenstand eingedrungen und haben Feuer gelegt. Es entstand beträchtlicher Schaden.
Buttwil (AG), 11. Mai Ein Töfffahrer wurde von einem Autolenker, der ihn übersehen hatte, gerammt. Er zog sich leichte Verletzungen zu.
Autobahn A1 (SO), 11. Mai Auf der A1 im Kanton Solothurn kam es innert drei Stunden zu fünf Auffahrunfällen. Vier Menschen zogen sich Verletzungen zu. Der Verkehr staute sich zeitweise auf über sechs Kilometern.
Densbüren (AG), 10. Mai Auf der Staffeleggstrasse kam es zu einem Verkehrsunfall. Der Lenker eines VW Golf Cabriolets geriet in einer Kurve von der Strasse ab und kam erst nach gut 50 Metern im Wiesland zum Stehen.
Brugg (AG), 9. Mai Am Bahnhof Brugg geriet eine Lokomotive eines Personenzuges in Brand. Verletzt wurde dabei niemand.
Arisdorf (BL), 9. Mai Am Dienstagabend, kurz nach 20.30 Uhr, verursachte ein Fahrzeuglenker im alkoholisiertem Zustand und ohne gültigen Fahrausweis auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Bern/Luzern einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand.
Unteriberg (SZ), 8. Mai In der 2400-Seelen-Gemeinde Unteriberg im Kanton Schwyz hat die Polizei einem Hanfanbauer das Handwerk gelegt. Sie stellte 3,5 Kilogramm Marihuana sicher. Im Rahmen der Hausdurchsuchung wurden neben den Drogen in mehreren Räumen auch technische Gerätschaften, 180 Hanfpflanzen und 350 Hanfstecklinge sichergestellt.
Basel (BS), 8. Mai Bei einer Kollision auf der Kreuzung Zürcherstrasse/Birsstrasse in Basel ist am Dienstagvormittag ein Autolenker verletzt worden. Die Basler Berufsfeuerwehr musste den Mann aus dem zur Seite gekippten Auto bergen.
Zufikon (AG), 7. Mai Um 22 Uhr kam eine Audi von der Strasse ab, kollidierte mit zwei Pfosten, einem Hydranten und einem parkierten Auto. Der Sachschaden wird auf 25'000 Franken geschätzt. Im Auto waren zum Zeitpunkt des Selbstunfalls ein 21-jähriger Schweizer (mit Führerausweis) und ein 19-jähriger Türke – wer gefahren war, ist noch unklar.
St. Gallen (SG), 7. Mai Mitten in der Nacht ist in St. Gallen ein Auto aus noch unbekannten Gründen in Vollbrand geraten. Wie hoch der Sachschaden ist, ist noch unklar.
Zürich Stadt (ZH), 7. Mai An der Pfingstweidstrasse in Zürich, unmittelbar vor dem Toni-Areal, ein Lastwagen-Anhänger gekippt. Beim Unfall wurde die Ladung – Fleischwaren – auf der Strasse verteilt.
Villmergen (AG), 7. Mai Am frühen Morgen ist in einer Einstellhalle ein Kleinbus in Brand geraten. Durch die Hitze und den Rauch wurden auch andere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden beläuft sich auf 150'000 Franken.
Schwaderloch (AG), 6. Mai Ein Cabrio-Fahrer hat die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ist mit einem anderen Fahrzeug kollidiert. Der dabei entstandene Schaden beläuft sich auf 110'000 Franken.
Oensingen (SO), 6. Mai Auf der Autobahn A1 kollidierte am Sonntag ein Autolenker mit der Mittelleitplanke. Er blieb unverletzt. Ein weiteres Fahrzeug wurde leicht beschädigt.
Humlikon (ZH), 6. Mai Am Mittag kam es auf der A4 zu einem Verkehrsunfall mit mehreren involvierten Fahrzeugen. Von den insgesamt neun Fahrzeuginsassen erlitt eine Person tödliche, fünf weitere Personen zum Teil schwere Verletzungen.
Eich (LU), 4. Mai Ein Lastwagen ist seinem Lenker entwischt, als dieser gerade beim Abladen war. Das Fahrzeug rollte rückwärts eine Wiese hinunter, der Chauffeur wurde verletzt.
Zufikon (AG), 4. Mai Am Morgen kam es in Zufikon zu einem Unfall, als der Fahrer eines Lieferwagens einem entgegenkommenden Auto ausweichen musste. Sein Wagen kam dabei von der Strasse ab und landete im Graben.
Nunningen (SO), 4. Mai Am Abend verlor ein Autofahrer in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug, woraufhin er von der Strasse abkam und in eine Böschung fuhr. Dabei überschlug sich das Auto.
Hermetschwil-Staffeln (AG), 3. Mai Am Nachmittag stiess ein Autofahrer in Hermetschwil-Staffeln beim Abbiegen heftig mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Zwei Personen wurden verletzt.
Oberägeri (ZG), 3. Mai Ein Stromausfall hat die Zuger Polizei Ende April in Oberägeri ZG zu einem selbstgebastelten Drogenlabor geführt: Der Wohnungseigentümer gab sich mit einer Taschenlampe Licht - und wurde für einen Einbrecher gehalten.
Baden (AG), 3. Mai Ein Automobilist prallte am Morgen auf der A1 bei Baden-Dättwil vor dem Bareggtunnel heftig gegen die Leitplanken. Der 40-Jährige verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Unfallursache ist noch unklar.
Oensingen (SO), 3. Mai Auf der Autobahn A1 ist ein 22-jähriger Autolenker mit einem Hinweisschild kollidiert. Das Auto erlitt dabei Totalschaden und der Fahrer verletzte sich leicht.
Bäretswil (ZH), 3. Mai Unbekannte Vandalen besprayten mehrere Fassaden an der Wetzikerstrasse und der Schulhausstrasse mit schwarzen und silberfarbenen Schriftzügen. Betroffen waren diverse Wohnhäuser, das Schulgebäude sowie die reformierte Kirche. Die Kantonspolizei schätzt den Sachschaden auf rund zehntausend Franken.
Pieterlen (BE), 3. Mai In Pieterlen brach am Abend in einem Einfamilienhaus Feuer aus. Der Brand konnte rasch gelöscht werden, allerdings entstand ein erheblicher Sachschaden. Verletzt wurde dabei niemand.
St. Gallen, 2. Mai Eine Lernfahrerin verwechselte an der St. Josefen-Strasse das Brems- mit dem Gaspedal. Darum kollidierte sie mit einem Baum, worauf das Auto sich drehte und auf dem Dach zum Stillstand kam. Dabei kam es zu einer weiteren, leichten Kollision mit einem Auto. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beträgt mehrere Tausend Franken.
Dietikon ZH, 1. Mai Auf einen unerwarteten Begrüssungsgast ist eine Frau gestossen, die abends ihre neue Wohnung bezogen hat: Auf sie wartete ein Zentralafrikanischer Königspython, eine ungiftige Würgeschlange. Als der Reptilienspezialist in der Wohnung eintraf, war die Schlange verschwunden. Vor dem Einfangen musste die Küche zerlegt werden. Woher die Schlange stammt, ist unklar.
Uitikon, 1. Mai Im Ortsteil Ringlikon sind ein Gleis-Bagger (links) und ein Gleis-Dumper miteinander kollidiert. Drei Personen wurden verletzt. Der Dumper war aus noch ungeklärten Gründen abwärts gefahren, als er ausgegleist werden sollte. der Fahrer und sein Begleiter sprangen ab. Nach einem Kilometer Fahrt kam es zur Kollision.
Balgach (SG), 1. Mai Auf einer Kreuzung ist es zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Der 70-jährige Autofahrer verletzte sich dabei leicht.
Weil am Rhein (D), 1. Mai Ein 22-jähriger Baselbieter und seine Beifahrerin sind bei einem Überholmanöver in Weil am Rhein (D) schwer verletzt worden. Am Auto entstand Totalschaden.
Werdenberg (SG), 1. Mai Eine 32-jährige Frau ist mit ihrem Auto aus der Bleichestrasse nach links in die Staatsstrasse abgebogen. Dabei kam es zur Kollision mit dem Auto eines 50-Jährigen, der auf der vortrittsberechtigten Staatsstrasse in Richtung Gams unterwegs war.
Prättigau (GR), 1. Mai Tragödie auf einem Bündner Bauernhof: Beim Abladen von Heuballen hat ein Bauer mit seinem Traktor einen eineinhalbjährigen Jungen angefahren und schwer verletzt. Er musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.

Arisdorf (BL), 31. Mai Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Basel verlor am Mittwochabend ein 27-jähriger Lenker nach dem Arisdorftunnel die Herrschaft über sein Fahrzeug und kollidierte mit der Mittelleitplanke. Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug erlitt Totalschaden.

Polizei BL

Täter werden selten gefasst

Vandalenakte trügen in der Regel die Handschrift Jugendlicher. Entsprechend geläutert zeigten sich die Täter, wenn sie ermittelt werden: «Ihnen ist von Anfang an bewusst, dass man nichts Gutes getan hat. Wenn sie dann nüchtern und ausgeschlafen vor der Polizei stehen, ist meistens die Reue spürbar.»

Allerdings ist dies selten der Fall. «Die Aufklärungsquote ist leider minimal», sagt Graser. Der Grossteil der Täterschaften könne nie ermittelt werden, da die Sachbeschädigungen meist erst viel später – beispielsweise nach einem Wochenende – bemerkt würden. Hilfreich sind Überwachungskameras in der Umgebung oder Zeugenaufrufe. Zudem müsse man sich bei Sachbeschädigungen immer die Frage stellen, wie viele Ressourcen man einsetzen solle.

Dennoch gibt es Fälle, die mit viel Ermittlungsaufwand aufgeklärt werden können; so konnte einem Jugendlichen aus der Region Aarau nachgewiesen werden, im Aarauer Telli-Quartier zahlreiche Autos zerstört und Gebäude beschädigt zu haben. Hier waren Spuren und Bilder einer Überwachungskamera entscheidend.

Junge zeigen Unverständnis

Können die Täter gefasst werden, zeigt sich eines: Es handelt sich im Normalfall um einheimische Jugendliche mit lokalem Bezug zum Tatort. Marcus Casutt, Geschäftsführer des Dachverbands Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz, sagt, es dürfte um den Abbau von Aggressionen und die Beseitigung von Langeweile gehen. Nur die wenigsten Jugendlichen randalierten – deren Taten seien aber sehr gut sichtbar, weil im öffentlichen Raum verübt. Der Druck auf diesen nehme zu, was den Jugendlichen Platz wegnehme, um sich ungestört zu treffen und auszuprobieren.

«Deshalb wäre es wichtig, dass man sie etwa bei der Planung eines neuen Platzes einbezieht», sagt Casutt. Insofern könne man Vandalenakte als geäussertes Unverständnis sehen, «weil niemand an sie denkt». Die offene Jugendarbeit suche das Gespräch und biete Beschäftigung an. «Leider wurde die Jugendarbeit an vielen Orten aus Spargründen gekürzt oder ganz gestrichen», gibt Casutt zu bedenken.

Man müsse Vandalen verurteilen, aber nicht ausschliessen. Sonst bestehe die Gefahr, dass sie weiter versuchen, sich mit Zerstörung Gehör zu verschaffen.