«Ich bleibe bei meinem Entscheid», sagt der Vorsteher des Departementes Volkswirtschaft und Inneres auf Nachfrage. Bereits nach Pascale Bruderers Rücktrittsankündigung Anfang Jahr nahm sich Hofmann aus dem Rennen.

Doch nachdem die SVP im Juni Nationalrat Hansjörg Knecht als ihren Kandidaten lanciert hatte, stellte sich die Frage im rotgrünen Lager, wer Knecht mit seiner 40-Prozent-Partei im Rücken am besten Paroli bieten könnte im Kampf um den frei werdenden Aargauer Ständeratssitz. SP-Nationalrätin Yvonne Feri hat zwar früh ihre Ambitionen kundgetan, entscheiden wird die SP aber erst an ihrem Parteitag am 26. September.

Allen ist klar: Urs Hofmann hätte als best gewählter Regierungsrat mit Akzeptanz bis tief hinein ins bürgerliche Lager wesentlich grössere Chancen als Feri, den Ständeratssitz für die SP zu halten. Hofmann ist sich dessen bewusst, er stellt seine persönlichen Überlegungen aber in diesem Fall voran. «Wer mich kennt, weiss, dass ich keine halben Sachen mache», erklärt Hofmann. «Wenn ich für den Ständerat kandidieren würde, dann hätte ich mich bei einer Wahl 150 Prozent eingesetzt. Doch ich war vor meiner Zeit als Regierungsrat bereits über neun Jahre in Bern als Nationalrat. Das reicht.»

Ob Hofmann 2020, dann 64-jährig, nochmals zu den Regierungsratswahlen antritt, lässt er zur Zeit offen. (roc)