Silvesternacht
Unfälle, fliegende Fäuste und Einbrüche hielten Polizei auf Trab

In der Nacht zum Neujahrstag waren die Aargauer Polizistinnen und Polizisten vor allem mit Einbruchdiebstählen und Streiterein beschäftigt, es ereigneten sich zudem rund ein halbes Dutzend Verkehrsunfälle.

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Diese Brände hielten die Aargauer Polizei in der Neujahrsnacht auf Trab
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Nach Geräuschen aus dem Motorenraum ...
... begann das Auto zu brennen.
An der Gartenstrasse in Lenzburg brannte ein Holzschopf

Diese Brände hielten die Aargauer Polizei in der Neujahrsnacht auf Trab

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Der Einsatzzentrale wurden sechs Unfälle gemeldet, meldet die Kantonspolizei. Um 18.35 Uhr kollidierte in Baden, Mellingerstrasse ein Nissan-Fahrer mit zwei Personen, die die Strasse via Fussgängerstreifen überqueren wollten. Sie wurden mittelschwer verletzt ins Spital gebracht. Bei einem Selbstunfall in Oberentfelden geriet ein 25-jähriger Franzose mit seinem Auto ins Rutschen und kollidierte mit einem Kandelaber. Er blieb dabei unverletzt.

Um 20.50 Uhr verursachte eine alkoholisierte 51-jährige Aargauerin einen Selbstunfall in Aarau und prallte in einen Signalpfosten. Die Polizei führte sie zur Blutprobe und nahm ihr den Führerausweis ab. In Lenzburg kam es um 23.15 Uhr zu einer Auffahrkollision mit einer verletzten Person und Sachschaden von 20'000 Franken. Als Ursache steht ein medizinisches Problem eines Automobilisten im Vordergrund.

Kurz nach 01.00 Uhr geriet in Lenzburg, Ammerswilerstrasse, eine Toyota-Fahrerin in ein Bachbett. Sie wurde verletzt ins Spital eingeliefert und dürfte sich unter Alkohol-/Medikamenteneinfluss ans Steuer gesetzt haben. Um 05.10 Uhr kam es zu einer geringen Kollision eines Busses mit einem Inselschutzpfosten in Baden-Dättwil, wobei Sachschaden entstand.

Fliegende Fäuste bei Silvesterfeiern

Ein Dutzend Mal rückten Kräfte der Kantons und Regionalpolizeien an tätliche Auseinandersetzungen im ganzen Kantonsgebiet aus. Oft waren es alkoholisierte Leute, die sich anlässlich von öffentlichen oder privaten Feiern wegen Bagatellen in die Haare gerieten. Mehrfach wurden dabei auch die Fäuste eingesetzt. In allen Fällen blieb es bei oberflächlichen, geringen Verletzungen.

In neun Fällen rückten Polizeipatrouillen nach Einbruchdiebstählen in den Gemeinden Gebenstorf, Stein, Umiken, Wettingen, Baden, Turgi, Gipf-Oberfrick aus, nachdem Einbrecher
durch Eindringen in ausschliesslich private Wohnobjekte an ihre Beute gelangten. In einigen Fällen wurden Mobiltelefone, Kameras, Schmuck und Bargeld sowie einmal ein Notebook
gestohlen. Der Schaden und die Deliktssumme beträgt mehrere tausend Franken.

Häusliche Gewalt zum Jahreswechsel

Vier Mal ereigneten sich Auseinandersetzungen zwischen Ehepaaren oder Familienangehörigen. In Mägenwil musste ein junger Mann nach einem Streit mit seiner Partnerin für einige Tage polizeilich aus der Wohnung gewiesen werden. Im Freiamt setzte eine junge Frau am frühen Neujahrsmorgen sogar einen Haarspray gegen ihren Freund ein und warf sein Mobiltelefon aus dem 3. Stock. In allen Fällen erstellt die Polizei einen Bericht über die Vorkommnisse und in zwei Fällen kommt es zu einer Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft.

Autobrand auf der A1

Bei einem Autobrand auf der Autobahn A1, Höhe Suhr, wurde um 18.25 Uhr ein Peugeot eines Zürcher Automobilisten vollständig zerstört. Während der Fahrt stellte der Lenker Geräusche aus dem Motorenraum fest und fuhr auf den Pannenstreifen. Dann begann das Auto zu brennen, indem sich Flammen aus dem Motorenbereich ausbreiteten. Die
Feueerwehr Aarau stand mit zirka dreissig Angehörigen im Einsatz. Der Sachschaden an Auto und Teerbelag beträgt über 35'000 Franken.

Um 23.30 Uhr meldeten Drittpersonen einen Brand eines kleinen Holzschopfes in Lenzburg. Die Feuerwehr-Einsatzkräfte rückten daraufhin umgehend an die Gartenstrasse aus und konnten einen Uebergriff auf ein Wohnhaus verhindern. Die Brandursache wird durch die Kantonspolizei noch abgeklärt.

Schwerere Straftaten oder ausserordentliche Ereignisse blieben während der Nacht zum diesjährigen Neujahrstag aus, teilt die Kantonspolizei mit.