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Um Sozialmissbrauch zu verhindern: Jetzt will Zofingen Detektive einsetzen

Um Personen, die unrechtmässig Sozialhilfe beziehen, entlarven und bestrafen zu können, setzt die Stadt Zofingen künftig auf Sozialdetektive.

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Hausbesuche erhalten in einigen Gemeinden all jene Einwohner, die sich für die Sozialhilfe anmelden. (Symbolbild)

Hausbesuche erhalten in einigen Gemeinden all jene Einwohner, die sich für die Sozialhilfe anmelden. (Symbolbild)

Getty Images/iStockphoto

Neben eigener Kontrollen will der Bereich Soziales der Stadt Zofingen ab 1. Feburar 2017 Sozialdetektive einsetzen, die Personen entlarven sollen, welche Sozialhilfemissbrauch betreiben.

Flächendeckende Kontrollen, wie sie der Kanton betreibt, seien aufgrund der überschaubaren Grössenverhältnisse in der Stadt nicht notwendig, schreibt das «ZofingerTagblatt».

Stattdessen will die Stadt Sozialfälle künftig von einer privaten Firma überprüfen lassen: SoWatch mit Sitz in Aarau. Diese konzentriert sich auf unklare Sachverhalte und Verdachtsfälle. Im Unterschied zum Kanton beauftragt die Firma Sozialdetektive, um an zentrale Informationen bei Missbrauchsverdacht zu kommen.

Schutz vor Generalverdacht

Damit soll der Sozialmissbrauch nicht nur bekämpft und sondern auch präventiv vorgebeugt werden. Zudem gelte es, die rechtschaffenen Anspruchsberechtigten vor einem Generalverdacht zu schützen, schreibt das «ZofingerTagblatt» weiter. Als Missbrauch gelten Schwarzarbeit, nicht bewilligte Autohaltung und nicht wahrheitsgetreue Angaben über Wohnverhältnisse.

Mit einem Rahmenvertrag von 2500 Franken pro Jahr sind bis zu 10 Überprüfungsanfragen abgedeckt. «Wir können für den gleichen Betrag mehr erreichen als der Kanton. Wir haben das breitere Angebot.», sagte Geschäftsleiter Oliver Wilden Ende 2015 gegenüber der az. Als erste aller Aargauer Gemeinden unterzeichnete Spreitenbach 2007 einen Vertrag mit SoWatch.

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