Tempo 80

Ulrich Giezendanner zu Tempo 80: «Rachegelüste von Doris Leuthard»

«Ein Eingeständnis, dass man den Ausbau nicht den Bedürfnissen angepasst hat», sagt Ulrich Giezendanner zu Leuthards Temp-80-Plänen.

«Ein Eingeständnis, dass man den Ausbau nicht den Bedürfnissen angepasst hat», sagt Ulrich Giezendanner zu Leuthards Temp-80-Plänen.

Auf 280 weiteren Kilometer soll auf der Autobahn das Tempo bei Stosszeiten auf 80 km/h reduziert werden. SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner findet es «einen schwachen Versuch, die Probleme zu meistern».

Bisher galt auf 170 Kilometern des Schweizer Autobahnnetzes Tempo 80 während Stosszeiten. Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete, soll diese Tempo-Zone auf weitere 280 Kilometer ausgeweitet werden. Davon betroffen wären auch viele Autobahnkilometer, die durch den Kanton Aargau führen.

SVP-Nationalrat und Transportunternehmer Ulrich Giezendanner wehrt sich gegen diese Pläne des Bundesamts für Strasse (Astra). «Es ist ein schwacher Versuch, die Probleme auf den Strassen zu meistern», sagt er. Es sei ein Eingeständnis, dass man den Ausbau nicht den Bedürfnissen angepasst habe. Giezendanner geht noch weiter und sagt zum Tempo-80-Ausbau: «Das sind Rachegelüste von Doris Leuthard, weil sie die Vignetten-Abstimmung verloren hat.»

Geringere Leistungsfähigkeit für Unternehmen

Er kritisiert die Temporeduktion auch, weil Transportunternehmen, wie er eines führt, an Rentabilität verlieren könnten. Eine tiefere Durchschnittsgeschwindigkeit bedeute auch eine geringere Leistungsfähigkeit.

Giezendanner fordert einen Fonds

Giezendanner fordert, dass der Ausbau der Strassen endlich den Bedürfnissen angepasst werde. Sein Vorschlag ist bekannt: Er will einen speziellen Fonds, wie ihn die Bahn bereits hat. Gemeinsam mit dem Luzerner FDP-Ständerat Georges Theiler und den Strassenverbänden pocht Giezendanner schon länger auf Gleichberechtigung.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1