Für betrunkene Velofahrer sollen dieselben Regeln gelten, wie für betrunkene Autofahrer. Das fordert der Aargauer Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP). Gegenüber Tele M1 sagt er: «Die Polizei sollte auch bei Velofahrern Stichkontrollen machen.» Denn obwohl Velounfälle in betrunkenem Zustand tödlich enden können, mache die Aargauer Polizei keine gezielten Kontrollen.

Eigentlich gilt für Velofahrer dieselbe Promillegrenze, wie für Autofahrer: Wer mehr als 0.5 Promille intus hat, darf nicht mehr fahren. Halten sich Autofahrer nicht an diese Regel, kann ihnen der Ausweis entzogen werden. Halten sich Velofahrer nicht an diese Regel, droht ihnen höchstens eine Busse. Den Ausweis verlieren sie nur, wenn sie 2,5 Promille Alkohol im Blut haben. Giezendanner will nun prüfen, ob der Alkoholgrenzwert für Velo- und Autofahrer nicht vereinheitlicht werden kann.

Martin Bruder vom Aargauer Strassenverkehrsamt sagt, dass Velofahrer mit einer Blutalkoholkonzentration von 2,5 Promille zu einer Begutachtungsstelle geschickt werden. Dort werde dann entschieden, ob die Person noch Auto fahren darf, oder nicht.

Dass den Velofahrer auch schon ab 0,5 Promille Alkohol im Blut den Fahrausweis entzogen werden kann, findet Jonas Fricker von den Aargauer Grünen unsinnig. Er sagt: «Alkoholisierte Velofahrer gefährden vor allem sich selber. Alkoholisierte Autofahrer gefährden mit ihren Autos auch andere.»

Drei Beispiele: Brenzlige Verkehrssituationen für Velofahrer in Aarau, die laut Pro Velo Region Aarau Verbesserungspotenzial haben

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